ORF bestätigt KURIER-Bericht: Ex-Sportchef hat Unternehmen verlassen

Ex-Sportchef Aigelsreiter verlässt ORF nach 35 Jahren
Hannes Aigelsreiter hat sich mit Jahresbeginn wegen "Auffassungsunterschiede in der Programmabteilung" verabschiedet.

Mit einigen dürren Zeilen hat der ORF nun den Abgang von Ex-Sportchef Hannes Aigelsreiter nach 35 Jahren aus dem Unternehmen bestätigt - und damit einen Bericht des KURIER vom Dienstag. Laut einer Aussendung hat Aigelsreiter den ORF mit Anfang des Jahres verlassen. Ausschlaggebend für die einvernehmliche Trennung seien "Auffassungsunterschiede in der Programmabteilung" gewesen.

"ORF-Generaldirektor Roland Weißmann dankt Hannes Aigelsreiter für seine bisherigen Verdienste und wünscht ihm für seinen weiteren beruflichen und persönlichen Weg alles Gute", heißt es in der Aussendung. 

Er habe den ORF über Jahrzehnte in zentralen Funktionen maßgeblich geprägt, etwa als Leiter der Innenpolitik Radio, als Chefredakteur Radio und zuletzt als multimedialer Sportchef. 

ORF-Chef-Wahl als mögliches Ziel

Der Journalist, der 2023 dem langjährigen Sportchef Hans-Peter Trost nachgefolgt war, war im Oktober 2025 von ORF-Programmdirektorin Stefanie Groiss-Horowitz von seinen Aufgaben entbunden worden. 

Aigelsreiter hatte vor seiner Abberufung als Sportchef in einem Interview mit der "Tiroler Tageszeitung" erklärt, dass es in der Vergangenheit "nicht immer reibungsfrei in der Zusammenarbeit und der Kommunikation gelaufen" sei. Er deponierte auch, dass er sich eine Kandidatur für die heuer anstehende ORF-Generaldirektorenwahl vorstellen könne. 

Monatelange Gespräche ohne Lösung 

Dieses Interview sei "nicht der ausschlaggebende Grund" für die Abberufung gewesen, der Entscheidung seien "monatelange Gespräche vorangegangen, die letztendlich zu keiner zufriedenstellenden Lösung geführt" hätten, teilte damals das öffentlich-rechtliche Medienhaus mit. 

Aigelsreiters Stellvertreter, Veronika Dragon-Berger und Martin Szerencsi, haben interimistisch die Leitung des Sports übernommen und bleiben zumindest bis zum Ende der Fußball-WM 2026 an dessen Spitze.

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