Neuer Pastweka-Krimi: Ein Hochstapler auf Mörderjagd

Bastian Pastewka in roter Winterjacke und Fellmütze sitzt auf einem gelb-schwarzen Schneemobil vor einem verschneiten Gebäude.
Bastian Pastewka gibt in "Fabian und die mörderische Hochzeit" einen Betrüger. Und spielt selbst Ermittler.

Der Hochstapler Fabian (Bastian Pastewka) wird gerade von einem Killer quer durch die Altstadt von Vilnius verfolgt, als er das perfekte Versteck sieht: nämlich inmitten einer Hochzeitsgesellschaft. Die hält ihn für den Fotografen – und nimmt ihn gleich zur Party in der Villa der gut betuchten Künstlerin Niki (Nicole Beutler) mit.

In „Fabian und die mörderische Hochzeit“ (ab Freitag bei Amazon Prime Video) wird aus der fröhlichen Feier ein Krimi: Nachdem eine Leiche gefunden wird und ein teures Erbstück (die "Venus von Wildenfeld") verschwindet, gilt jeder und jede auf dem Anwesen als verdächtig.

Fabian gibt großzügig den Ermittler - will aber in Wahrheit nicht den Mörder oder die Mörderin finden, sondern die mehrere Millionen Euro teure "kleine fette Statue" ergattern.

Pastewka ist mit seiner tollpatschigen Art und den großen Augen wie immer unterhaltsam. Gleich zu Beginn liefert er sich eine amüsante Verfolgungsjagd, wobei das Wort "Jagd" großzügig gewählt ist: Ein Actionheld ist der Komiker nicht.

In Sachen Spannung lässt die Murder Mystery leider zu wünschen übrig: Zu lange dauert es bis zum Mord, viele Wendungen sind vorhersehbar. Mit Genre-Verwandten wie „Knives Out“ und den perfekt platzierten Plot-Twists kann sich der Film nicht messen.

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