Planer und Entwickler: Ging vom ORF nach Salzburg 

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Kultur Medien
12/07/2021

Neue Servus-TV-Projekte: "Keine Hip-Hop-Tänzer am Naschmarkt"

Frank Holderied verantwortet den wachsenden Fiction-Bereich bei ServusTV: Die aktuellen Projekte und eine prominente Umbesetzung bei den Altaussee-Krimis.

von Peter Temel

KURIER: Sie sind beim Kinofilm „Klammer“ groß an Bord. Ein Gamechanger?

Frank Holderied: Das ist zusammen mit der Serie „Das Netz“ sicher ein Peak. Aber wir verfolgen keinen Weg des größer, schneller, weiter. Wir machen mit Uli Brée und „Aus die Maus“ auch eine kleine Geschichte, wo wir auf innovative, dialoglastige, fast kammerspielartige Dinge setzen.

Wie lief es mit dem ORF, der bei „Klammer“ als kleinerer Partner im Boot sitzt?

Ich habe Programmdirektorin Kathrin Zechner getroffen und wusste, dass sie nicht so amused war. Ich habe gesagt, wir können gerne zusammenarbeiten, wenn es eine Partnerschaft auf Augenhöhe ist. Das hat relativ schnell und sehr gut geklappt. Aber die Erstausstrahlung liegt bei uns. Das war nicht verhandelbar.

Uli Brée hat viel mit dem ORF gearbeitet. War da auch jemand not amused?

Möglich, aber es ist nicht bis zu mir gedrungen. Falls ja, muss das Uli selber ausbaden. (lacht) Spaß beiseite, ich denke, dass das seine langjährige Partnerschaft nicht beeinträchtigt.

Wie weit ist die Neuverfilmung der Metzger-Krimis? Da sind wir noch in der Entwicklung. Fix ist noch nichts.

Sehr gut laufen die Altaussee-Krimis. Denkt man daher an weitere Regionen?

Wir werden jetzt nicht die ORF-„Landkrimis“ imitieren, dennoch schauen wir, ob man Krimi- oder Thriller-Formate in anderen Bundesländern etablieren kann.

Es gibt eine Umbesetzung?

Ja, in Teil 3 wird nicht mehr Cornelius Obonya, sondern Johannes Silberschneider den Gasperlmaier spielen.

Was passt zu ServusTV?

Es gab einen US-Richter, der gebeten wurde, Pornografie zu erklären. Er sagte: „Ich erkenne es, sobald ich es sehe.“ Das ist bei Servus TV auch so. Letztlich muss es ein authentischer Stoff sein, mit einer Leichtigkeit, aber nicht oberflächlich.

Wie wichtig ist Ihnen die breiteste Zielgruppe 12+?

Natürlich wollen wir viele Leute ansprechen, dennoch wollen wir es nicht allen recht machen. Wir werden aber keine urbane Teenie-Serie mit Hip-Hop-Tänzern am Naschmarkt machen. Das wäre an der Zielgruppe vorbei produziert. tem

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