Nach Weißmann-Rücktritt: So funktioniert die ORF-Wahl

Der ORF-General ist am Sonntag zurückgetreten. Wie der Nachfolger gewählt wird.
Ein Mann mit Mikrofon und dunklem Sakko gestikuliert vor blauem Hintergrund.

Nach dem Rücktritt von Roland Weißmann als ORF-Generaldirektor stellt sich die Frage der Nachfolge. Vorübergehend übernimmt Radiodirektorin Ingrid Thurnher – sie soll am Donnerstag in der Plenarsitzung des ORF-Stiftungsrats mit der vorläufigen Führung der Geschäfte beauftragt werden.

Die nächste Wahl der ORF-Geschäftsführung ist für 11. August 2026 angesetzt. Der Generaldirektor wird dabei für fünf Jahre (die nächste Funktionsperiode beginnt regulär am 1. Jänner 2027) vom 35-köpfigen Stiftungsrat gewählt. In diesem Gremium sind derzeit jeweils über 10 Mitglieder der ÖVP bzw. der SPÖ zuzuordnen, jeweils drei stehen NEOS bzw. FPÖ nahe. Vorsitzender ist derzeit Stiftungsrat Heinz Lederer aus dem SPÖ-Freundeskreis.

Der ORF-General wird mit einer einfachen Mehrheit gewählt, bei Stimmengleichstand entscheidet der Stiftungsratsvorsitzende. Die vier Direktoren sollen am 24. September bestimmt werden.

Ob der Termin für die Wahl des Generaldirektors im August halten wird, dazu gibt es aktuell jedoch unterschiedliche Sichtweisen. Laut einer Aussendung des Stiftungsrats soll sich am Fahrplan für die Neubestellung der ORF-Geschäftsführung nichts ändern. Juristen haben jedoch mit Verweis auf das ORF-Gesetz widersprochen und gegenüber dem KURIER betont, dass die für Mai anberaumte Ausschreibung durch den Rücktritt bereits früher zu erfolgen habe

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