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Auf „Sommerfrische“ im Vulva-Kostüm: Neue ORF-Kabarettreihe

Der sommerliche Kabarettreigen startet am 21. Juli mit Antonia Stabingers preisgekröntem ersten Solo-Programm „Angenehm“.
Antonia Stabinger: Angenehm

Auf „Sommerfrische“ schickt ORF 1 ab 21. Juli seine Zuseher. Den Auftakt zur sommerlichen „Die.Nacht!“-Kabarettreihe macht um 23 Uhr Antonia Stabinger. Mit ihrem Programm „Angenehm“ wagte die Grazerin, die zuvor aus dem Duo Flüsterzweieck bekannt war, den Schritt zum Solo-Kabarett und landet gleich einen Volltreffer. Die Jury des Österreichischen Kabarettpreises erkannte ihr 2025 den Programmpreis zu. Vom KURIER dazu befragt, sagte die Kabarettistin, sie habe sich davon „tatsächlich überrumpelt“ gefühlt. „Ich hab nie vorgehabt, ein Solo zu machen, und dann ist diese Figur der Clit/Doris entstanden, mit der ich humorige Aufklärung machen kann. Bevor ich überhaupt noch ein Stück hatte, war ich damit schon im Fernsehen – das war alles ein bisschen von hinten aufgezäumt.“

Stadtsaal-Chef Andreas Fuderer habe angeregt, ob sie aus der Nummer nicht mehr machen wolle. Ihr erster Gedanke: „Nein!“ Diese Idee sei dann aber „gesickert“ und sie habe gemerkt: „Oh, da gibt es ja doch einige andere Ideen, ja gut, probieren wir es halt einmal.“

In „Angenehm“ spricht sie unerschrocken und gesellschaftspolitisch pointiert über weibliche Körperlichkeit, Sexualität und den ganz normalen Alltagswahnsinn. Wie es zur Clit/Doris gekommen sei? „Ich wollte eine Aufklärungskolumne für Social Media machen, und dort braucht man einen visuellen Knalleffekt“, erzählt die 41-Jährige. „Abgesehen davon liebe ich Ganzkörperkostüme!“ Sie habe gemerkt: „Wenn man in einem Vulva-Kostüm auf die Bühne geht, garantiert das einige Höhepunkte. Nebenbei kann man nützliche Infos mitliefern, die vielleicht auch Erwachsene nicht wissen. Und man kann backstage lustige Sachen sagen wie: Wo ist denn meine Vulva? Oder hey, du sitzt auf meiner Klitoris.“

Stabinger schlüpft auch in andere Rollen, u. a. spielt sie einen Mann im Holzfällerhemd, der meint, das Kabarett werde von Frauen unterwandert. „Als wir vor 16 Jahren mit Flüsterzweieck begonnen haben, gab es wenige Frauen auf den Kabarettbühnen“, erzählt Stabinger, „Humor ist offenbar etwas männlich Sozialisiertes. Es hat sich glücklicherweise einiges verändert, es gibt jetzt viele starke Frauenfiguren mit neuen Stilen.“

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Zudeckerin

Seit Jahren tritt sie zudem im Radio FM4 als „Die Zudeckerin“ auf, die satirisch alles schön redet. Vorbereitet werden die Beiträge in der Nacht davor. Die 41-Jährige sagt: „Ich benötige nur jedes Mal eine Schlagzeile, bei der man sich an den Kopf greift. Und das ist leider kein Problem. Es ist jedes Mal eine da.“ 

INFO: „Sommerfrische“, dienstags. 23 Uhr, ORF1, mit folgenden weiteren Terminen:

  • 28. Juli: Thomas Maurer „Trotzdem“ (ORF-Premiere)
  • 4. August: Isabell Pannagl „Neues aus dem Dachgeschoss“ (ORF-Premiere)
  • 11. August: Gernot Kulis „Kulisionen“ (in zwei Teilen)
  • 18. August: Maria Muhar „Storno“ (ORF-Premiere)
  • 25. August: Severin Gröbner „ÜberHaltung“
  • 1. September: Tricky Niki „Größenwahn“ (ORF-Premiere)
  • 8. September: Heidelbeerhugo „10-Meter-Turm“ (ORF-Premiere)

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