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Kultur
07/13/2022

Ein Hoch auf die Literatur beim Festival "Literaricum Lech"

Zum zweiten Mal findet heuer das literarische Gipfeltreffen von Michael Köhlmeier und Raoul Schrott in Vorarlberg statt

Von 14. bis 16. Juli kommen drei Tage lang Schriftsteller, Übersetzter und Literaturwissenschaftler:innen in Lech am Arlberg zusammen, um über Klassiker der Weltliteratur zu diskutieren. Schwerpunkt ist heuer Melvilles "Barleby, der Schreiber".

Viele bekannte Gesichter

Zu Lesungen und Gesprächen erwartet werden die Autoren Frank Witzel und Karl-Heinz Ott, die Politologin Juliane Marie Schreiber, die Kulturwissenschafterin Katharina Teutsch, Christoph Bartmann als ehemaliger Direktor des Goethe-Instituts Warschau und der Übersetzer Ulrich Blumenbach. Diskutiert wird über die Zumutungen des Arbeitslebens, die Kraft des Absurden und was man aus Melvilles Geschichte lernen könnte. Der Schauspieler Thomas Sarbacher wird die Erzählung zudem in voller Länge lesen. Neben Köhlmeier und Steiner wird auch Elke Heidenreiche die Eröffnungsrede halten.

Der Nein-Sager

Herman Melville (1819-1891) - vor allem für seinen Roman "Moby Dick" bekannt-  schreibt in seiner Erzählung von einem widerspenstigen Sekretär mit dem zerstörerischen Lebensmotto " I would prefere not to" . Diese lebensverweigernde Einstellung treibt der Protagonist schließlich so weit, dass er die Nahrungsaufnahme verweigert und im Gefängnis verstirbt.

Lyrikpreis in Planung

In Zukunft soll im Zuge des "Literaricum" auch ein Lyrikpreis in der Höhe von 10.000€  vergeben werden. Dafür soll der:die Geehrte ein Jahr lang das Zeitgeschehen in regelmäßig erscheinenden Gedichten kommentieren. Der Preis ist derzeit jedoch noch in Planung. Initiiert wurde die Veranstaltung von Schriftsteller Michael Köhlmeier und Literaturwissenschafter Raoul Schrott, Organisation und Konzept stammt von der schweizerisch-deutschen Kulturjournalistin Nicola Steiner.

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