Was unterscheidet die Klone (Bild) von den  echten Beatles? Paul McCartney ist Linkshänder

© /Brinkhoff/Moegenburg

Musical "Let It Be"
11/09/2014

Die erste Boygroup der Welt

"Let It Be" im November in Linz und Wien – die Beatlemania als eine Art Magical Mystery Tour.

von Werner Rosenberger

Auf der Bühne stehen die Klone der Idole unserer Kindheit, vor denen uns unsere Eltern gewarnt haben: "Wollt ihr denn auch so langhaarige Gammler werden?" Und ab ging’s zum Friseur.

Sie waren, als der Pop erfunden wurde, Wegbereiter und Trendsetter: The Beatles. Gäbe es einen Weltmeistertitel für Popmusik: Die Pilzköpfe aus Liverpool hätten ihn wohl.

Obwohl sie nur acht Jahre lang gemeinsam Platten aufgenommen haben, sind sie die Gruppe mit den meisten verkauften Tonträgern. Statistisch besitzt jeder Fünfte weltweit einen Beatles-Tonträger. Die meisten kennen oder erkennen ihre Songs. Und jede Generation entdeckt sie neu.

Tribute-Show

1963 ist mit "Please, Please Me" das Debütalbum von John, Paul, George und Ringo erschienen. Mehr als ein halbes Jahrhundert später feiert "Let It Be", die Original-Beatles-Tribute-Show vom Londoner West End, das Quartett, das mit seinen Songs die Welt eroberte und eine Hysterie auslöste.

"Let It Be" (18. und 19. 11. in Linz; 21. bis 23.11. in Wien) kommt anders als das Queen-Musical "We Will Rock You" (20. 1. bis 1. 3. 2015 in der Wiener Stadthalle) ohne Storytelling aus.

Die Musik der Beatles braucht das auch nicht, sie steht für sich. Der Sound, das Bühnenbild, die Musiker: Alles ist dem Original nachempfunden.

Vom Spirit der Sixties bis zum Hype der Beatlemania: Hier wird durch Projektionen, Videoeinspielungen mit Originalaufnahmen, Kostüme und historische Aufnahmen alles getan für die perfekte Illusion – vom furiosen "I Saw Her Standing There" bis zum letzten vom Publikum mitgeschunkelten Na-Na-Na-Na-Chorus von "Hey Jude" in einer XXL-Version mehr als drei Dutzend Songs später. "Eine virtuos inszenierte Zeitreise", schrieb die Süddeutsche Zeitung.

Lebendig werden die unterschiedlichsten Phasen der Bandgeschichte: Vom Cavern Club mit Hits wie "I Want To Hold Your Hand" und "All My Loving" geht es über erste TV-Auftritte und das Konzert im New Yorker Shea Stadium am 15. August 1965 bis in die Zeit, als es Erdbeeren vom Himmel regnete ("Strawberry Fields Forever", 1967) mit Auftritten in grellen Hippie-Kostümen. Bis zur Endzeit in der "Abbey Road" (1969).

Spätphase

Sogar die damals aufwendig im Studio produzierten Songs in der vor der Auflösung letzten Periode der "Fab Four" kommen in "Let It Be" live on stage.

Der 1980 ermordete John Lennon und Paul McCartney sind die erfolgreichsten Komponisten der Pop-Geschichte. In der ersten Aprilwoche 1964 belegten die Beatles die ersten fünf Plätze der US-Hitparade mit den Titeln "Can't Buy Me Love", "Twist and Shout", "She Loves You", "I Want To Hold Your Hand" und "Please, Please Me". Keinem davor und danach gelang dieses Kunststück. Eine Woche darauf hatten die Beatles sogar 14 Platten unter den 100 bestverkauften Singles in den USA. Nur Elvis hatte es 1956 auf neun gleichzeitig platzierte Titel gebracht.

Für viele Nostalgiker sind die Beatles die "beste Band der Welt", obwohl es sicher bessere Musiker und Coverbands gab und gibt. Aber die Einflussreichsten und Kreativsten ihrer Zunft waren sie in jedem Fall. Durch sie wurde Pop zur Kunstform. Info 18. u. 19. 11. Brucknerhaus Linz; 21.–23. 11. Wiener Stadthalle 01/7999979 und 01/96096

Info: Alle Termine finden Sie hier auf events.at.

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