Landestheater NÖ: Auf Plateauschuhen gegen den Krieg

Die Troerinnen, Landestheater NÖ
Jean-Paul Sartres Euripides-Bearbeitung „Die Troerinnen“ in St. Pölten.

Von Susanne Zobl

Die Männer sind tot, im Kampf gefallen. Die Frauen bleiben in den Trümmern der zerstörten Stadt zurück. Ein über die Jahrhunderte immer wiederkehrendes Szenario.

Der griechische Dramatiker Euripides hat dieses Szenario in seiner Tragödie „Die Troerinnen“ bereits etwas mehr als 400 Jahre vor Christi Geburt abgebildet. Jean-Paul Sartre adaptierte es Anfang der 1960er-Jahre nach dem Unabhängigkeitskrieg Algeriens gegen Frankreich zu einem beklemmenden Kommentar über dessen Auswirkungen. Das war die letzte Arbeit, die der französische Philosoph für das Theater geschrieben hat.

Kommentare