Messe "SIFAF": Kunst und Antiquitäten, gestapelt im alten Bürgerhaus

Nach Ausfall der "Art & Antique" schufen Kunsthändler ein neues Format zu Ostern: Ein Rundgang
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Die Absage der traditionsreichen „Art & Antique“-Messe, deren Austragung in der Salzburger Residenz im Jänner plötzlich nicht mehr genehmigt wurde, war für zahlreiche heimische Kunsthändler ein Schock.

Um in der für die Branche wirtschaftlich wichtigen Zeit rund um die Osterfestspiele nicht ohne Präsentationsfläche dazustehen, bemühte sich der Veranstalter Wolfgang Pelz mit der Händlerin Sylvia Kovacek um ein Ersatzformat: Die „SIFAF“ („Salzburg International Fine Art Fair“) kann nun noch bis Montag im „Haus Koller“ am zentralen Waagplatz 2 bei freiem Eintritt besucht werden.

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Die Räumlichkeiten – zuvor als Gaststuben, Büros oder Privaträume genutzt – sind generell enger und auf unterschiedlichen Punkten des Spektrums von rustikal bis modern angesiedelt. Bei einem Rundgang zeigen sich Kunsthändler und auch Besucher durchaus angetan, „intimer“ und „persönlicher“ sei es, ist zu hören. 

Während einige Aussteller wirklich Saloncharakter erzeugen (die Wiener Galerie Bel Etage sei hier mit ihrem Jugendstil-Angebot hervorgehoben), fehlt andernorts die Ruhe, um sich auf Werke einzulassen.

Das Niveau der Aussteller ist grundsätzlich hoch, mit Wienerroither & Kohlbacher oder Hieke (Wien), Freller und Runge (Linz) oder Magnet (Völkermarkt/Ktn) sind solide Größen dabei, besonders in der klassische Moderne gibt es Werke zu entdecken.

Auffallend ist die (etwas zu) hohe Dichte an Kreuzarbeiten des jüngst verstorbenen Arnulf Rainer – wohl ein Nebeneffekt der viel diskutierten Schau im Wiener Stephansdom. 

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