Kultur 30.12.2012

Die Rückkehr der Giganten

© Bild: KURIER /gruber franz

2013 lockt mit Shows von Roger Waters und Peter Gabriel.

Eine 150 Meter breite und 12 Meter hohe Mauer. Dazu 49 Videoprojektoren, Monster-Marionetten und abstürzende Flugzeuge. All das wird am 23. August 2013 im Wiener Ernst-Happel-Stadion die „The Wall“-Show von Roger Waters illustrieren. Das mit Pink Floyd aufgenommene Konzept-Werk rund um den Musiker Pink, der seine Gefühle hinter einer Mauer verstecken will, ist live ein gigantisches Multimedia-Erlebnis.

Aber die Rückkehr des Pink-Floyd-Bassisten auf eine österreichische Bühne ist nicht das einzige spektakuläre Comeback einer Legende. Das Pop-Jahr 2013 steht ganz im Zeichen der Großen, der Arrivierten, der alten Garde.

Schon im März starten Depeche Mode zum Comeback. Nachdem sie den Sommer im Studio verbracht haben, bringen Dave Gahan, Martin Gore und Andy Fletcher Ende März ihr noch unbetiteltes Album heraus. „Es fühlt sich sehr organisch und direkt an“, erklärte Gahan. „Es ist keine Blues-Platte, aber sie hat definitiv einen Vibe, den man als ,soulful‘ bezeichnen kann. Wir haben versucht, unsere Live-Stärken einfließen zu lassen.“

Open-Air

Umso trauriger ist, dass es 2013 wohl kein Depeche-Mode-Konzert in Österreich geben wird. Denn die Open-Air-Tour im Sommer hat keine Wien-Station eingeplant. Bleibt den Fans vorerst nur, am 25. Mai ins Inter-Stadion nach Bratislava oder am 1. Juni nach München zu pilgern.

Auch Peter Gabriel tritt zum Österreich-Comeback an, wird am 3. Oktober in der Wiener Stadthalle die „Back To Front“-Show zum 25-Jahr-Jubiläum seines Albums „So“ präsentieren.

Und die bietet weit mehr als nur die Hits „Sledgehammer“, „Don’t Give Up“ und all die anderen Songs des legendären Werkes: „Die Show besteht aus drei Teilen“, erzählt Gabriel. „In der Annahme, dass der Entstehungsprozess eines Songs genauso spannend ist wie der Song, werden wir im ersten bei Saallicht in einer Art Probenatmosphäre an einem halbfertigen Song weiterarbeiten. Der zweite Teil sind elektronische Versionen von einigen meiner Hits. Und der dritte das komplette ,So‘-Album.“

Die Konzerthighlights im Überblick

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die toten hosen graz…

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Verspätung

Auch U2 werden Ende 2013 etwas von sich hören lassen. Eigentlich wollten die Iren ihr erstes Album seit 2009 schon voriges Jahr rausbringen. Spannend ist es aber auch mit Verspätung. Produziert hat Danger Mouse, der experimentierfreudige Studiotüftler von Gnarls Barkley. Laut Gavin Friday, Musiker-Freund von Bono, klingt das „ziemlich anders“.

Zu all dem kommen mit Robbie Williams (17. 7.), Bon Jovi (17. 5.) und Green Day (29. 5.) drei erprobte Stadion-Acts in die Wiener Krieau. Und und mit Alicia Keys (13. 6.) und Rihanna (9. 7.) zwei Pop-Diven in die Stadthalle, die man hier lange vermisst hat.

Bemerkenswert auch das Comeback von Nine-Inch-Nails-Gründer Trent Reznor. Mit seiner Frau Mariqueen Maandig und dem Briten Atticus Ross gründete er die Band How To Destroy Angels und wird nach der „An Omen“-EP von November im Frühjahr das Debütalbum veröffentlichen. Auch Eminem, George Michael, James Blunt und Arcade Fire werden 2013 neue CDs in die Läden stellen.

All dem Konkurrenz machen will Lady Gaga. Sie twitterte, dass sie „Artpop“ 2013 veröffentlichen will und ihre neue CD als multimediales Erlebnis auf der Basis von Apps angelegt hat. Außerdem soll sie in zwei verschiedenen Versionen – einer kommerziellen und einer experimentellen – erscheinen.

Nur Metallica vertrösten uns wieder. Drummer Lars Ulrich: „Optimistisch gesehen kommt unser neues Album 2013 raus, realistisch gesehen wird es 2014 werden.“

Erstellt am 30.12.2012