"Klassik unter Sternen" geht weiter: Vorverkauf für 2027 gestartet

Opernstar Elīna Garanča blickt „voller Begeisterung“ in die Zukunft der Konzertreihe, die nunmehr in Grafenegg mit einem erweiterten Programm weitergeht.
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Große Neuerungen gibt es – der KURIER berichtete – beim schon traditionellen „Klassik unter Sternen“. So übersiedelt die größte Einzelkulturveranstaltung Niederösterreichs heuer von Göttweig nach Grafenegg. 

Ein schwieriger Abschied, waren sich am Mittwoch der Veranstalter und Opernstar Elīna Garanča einig. Aber ein Neuanfang, den das Publikum erfreulicherweise mitmacht: Heuer ist nicht nur das Konzert am 4. Juli, sondern auch der neue Vorabend (ein 70-minütiges Best of) ausverkauft.

Und jene Fans, die am 3. Juli 2027 bei der nächsten Ausgabe dabei sein wollen – ja, es geht weiter, wurde am Mittwoch verkündet –, müssen sich auch sputen: Der Vorverkauf hat soeben begonnen, und alleine aus Vorreservierungen sind bereits 45 Prozent der Karten vergeben.

„Buntes Programm“

Es war zwar „sehr schwer“, sich vom bisherigen Aufführungsort Stift Göttweig zu trennen, sagt Garanča. Nun aber wende sie sich „voller Begeisterung“ Grafenegg zu: Dass das Publikum „uns die Treue hält“, freue sie sehr, sie verspricht ein „ganz buntes und schönes Programm“.

Da sie nach 17 Jahren das Mezzosopranrepertoire aber ein „bisschen durch“ hat, singt sie heuer auch abseits ihres Fachs „die Stücke, die mir einfach Spaß machen“. So erstmals die legendäre Sopranarie „Un bel dì, vedremo“ aus Puccinis „Madama Butterfly“. Auch zum Abschluss des Konzerts wird es eine Premiere für Garanča geben. Denn obwohl das berührende Finale mit dem „Ave Maria“ ohne Applaus, das man von Göttweig gewöhnt war, nicht mehr stattfindet, gibt es wieder einen speziellen Abschluss. Welchen, wollte sie noch nicht verraten. Aber es komme wieder „Maria“ vor.

Auch Erwin Hameseder, Obmann der Raiffeisenholding NÖ-Wien, sieht in dem Wechsel von Göttweig nach Grafenegg eine Zäsur – die den „gemeinsamen Lebensweg“ aber nicht beenden soll: Er sehe „mit Zuversicht und Freude in die Zukunft“ von „Klassik unter Sternen“, sagte er – und verkündete die Vertragsverlängerung auch für 2027. „Unser gemeinsamer Erfolgsweg geht weiter“, sagt Hameseder, der Garanča „sehr sehr dankbar“ ist.

Die Zukunft

Karel Mark Chichon leitet diesmal das Tonkünstler Orchester Niederösterreich. Und neben den Opernhits gibt es auch einen Blick in die Zukunft: Denn die besten Fünf aus Garančas Herzensprojekt „ZukunftsStimmen“ werden in Grafenegg auftreten. Bei der Gala am Samstag die Siegerin, Günel Shirinova, an der Seite von Garanča, der Sopranistin Hera Hyesang Park und dem Tenor Angel Romero. Die Weiteren der fünf Bestplatzierten singen bei der Preview bzw. beim Kulturpicknick am Donnerstag.

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„Ein Künstler wird zum Künstler, wenn er auf der Bühne vor dem Publikum auftritt, auch in Situationen, die nicht ganz so gewöhnlich sind“, sagt  Garanča: Denn bei Open-Air-Konzerten gibt es nicht nur Wetter („da haben wir in Göttweig alles erlebt!“, sagt Hameseder), sondern auch etwa freifliegendes Getier. Eine Fliege verirrte sich, so Garanča, in Göttweig in den Mund des Opernstars. „Da schluckt man die einfach mal runter“, sagte sie mit einem Lachen.

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