"Harry Hole" auf Netflix: Rote Diamantsterne pflastern seinen Weg
Tobias Santelmann als intensiver Harry Hole.
Krimileserinnen und -leser kennen den kaputten Osloer Polizisten Harry Hole. Jetzt ist das Konzept „kaputter Polizist“ vielleicht kein sonderlich originelles, aber der Autor Jo Nesbø hat damit seit 13 Bänden erheblichen Erfolg. Einer wurde schon verfilmt: „Der Schneemann“ mit Michael Fassbender war aber ein Flop. Eine neue Netflix-Serie hingegen ist gerade sehr auf Hitkurs: Seit einer Woche liegt der Neunteiler „Jo Nesbøs Harry Hole“ auf Platz 1.
Die Sache mit dem Alkohol
Und das zu Recht. „Harry Hole“ ist Nordic Noir vom Feinsten. Es beginnt schon actionlastig: Bei einer Verfolgungsjagd nach einem Banküberfall kommt Harry Hole recht unschön mit dem Auto von der Fahrbahn ab, dabei stirbt ein Kollege. Fünf Jahre später rätselt Harry immer noch, wer der sinnlos brutale Bankräuber gewesen ist. Privat geht es ihm überraschend gut, er hat eine stabile Beziehung und schon länger keinen Alkohol mehr getrunken. Klar, dass das nicht lange so bleibt.
Serienkiller und Waffendealer
Eine Kollegin wird ermordet, er verdächtigt einen anderen Kollegen, nebenbei stapeln sich die Leichen eines Serienkillers, der rote Diamantsterne verteilt, und ein Waffenhändlergang-Krieg ist auch am Laufen.
Ja, das ist ganz schön viel, ja, da spielt man besser nicht nebenbei am Handy. Aber erstaunlicherweise wird hier wirklich alles aufgeklärt – bis auf einen kleinen, gemeinen Cliffhanger. Der macht wiederum Hoffnung auf eine Fortsetzung.
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