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Hommage an zwei große Modernisierer des Tanzes

„Dancing with Bob“ zeigt Blütezeit des Post-Modern-Dance.
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Von Silvia Kargl

„Long Time No See!“ von Laurie Anderson ist nicht nur Musik zu Trisha Browns Choreografie „Set and Reset“. Ein Tanzabend der Trisha Brown Dance Company, der als „Dancing with Bob: Rauschenberg, Brown & Cunningham Onstage“ im Vorjahr als Hommage zum 100. Geburtstag von Robert Rauschenberg entstand, gibt bei ImPulsTanz im Volkstheater sehens- und hörenswerte Einblicke in die Blütezeit des Post-Modern-Dance.

Und er beweist, welchen Stellenwert die Erhaltung dieser Tradition der „modernen“, vom klassischen Ballett unterschiedenen Tanzform heute hat.

Möglich ist dies, weil die Dance Company der 2017 verstorbenen Choreografin anders als Merce Cunninghams Ensemble noch weiter besteht. Doch Cunninghams Stücke und seine Tanztechnik leben weiter. Sowohl Brown als auch Cunningham waren in der Vergangenheit bei ImPulsTanz zu sehen.

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Beispielhaft

„Set and Reset“ von Trisha Brown entstand 1983 und ist eine beispielhafte Aufführung in der Verbindung von Choreografie, Andersons Musik und Rauschenbergs Bühnenraum sowie Kostümen. Hierarchien im Zusammenwirken der Künstler sind aufgelöst, alle sind gleichbedeutend und gleichberechtigt, auch die sieben Tänzerinnen und Tänzer.

Das Stück ist vom Leben in der Großstadt geprägt und zeigt gleichzeitig zum Tanz eine unabhängig aus Archivmaterial entwickelte Videoprojektion mit Fragmenten von Aufnahmen von Flugzeugen, dem Meer und Alltagsmotiven. Sie werden auf ein Objekt aus zwei Pyramiden und einer Kiste projiziert, das später hochgezogen wird.

Mit dem Tanz nach Browns „Memorized Improvisation“ entsteht eine Überfülle aus visuellen Reizen, kommt die Rolle der Technologie zum Tragen. Als Kontrast dazu steht die Schwarz-Weiß-Optik.

In Merce Cunninghams rekonstruiertem Stück „Travelogue“ von 1977 stecken die acht Tänzerinnen und Tänzer in knallbunten Ganzkörpertrikots. Dazu schuf Rauschenberg ein Bühnenbild mit Requisiten und geometrischen Elementen vor einer Reihe mit Sesseln, die mit Fahrradreifen verbunden sind.

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Besetzt

Ungemein reich ist die Bewegungssprache auf dieser auch humorvollen Reise, die zu Livemusik von John Cage stattfindet: „Telephones and Birds für mobile Geräte“ setzt Vogelstimmen und Telefonanrufe in Verbindung. Ein gelungenes Beispiel, wie Cages Komposition dem Stück einen anarchischen Charakter verleiht: „Sie erreichen uns außerhalb der Öffnungszeiten“. Die Kunst auf der Bühne wird zur Zeitkapsel.

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