Theo Hutchcraft, der Sänger von Hurts, liebt das Wiener Publikum

© EPA/VALDA KALNINA

Hurts live im Wiener Gasometer
02/29/2016

Hurts live im Wiener Gasometer

Eine ansprechende Synthie-Pop-Show - von miesem Sound getrübt

von Brigitte Schokarth

Häufig waren Hurts in der Bundeshauptstadt gewesen, seit sie 2010 mit dem Hit "Wonderful Life" durchstarteten. Und wie Sänger Theo Hutchcraft beim Konzert im Gasometer in Wien anmerkte: "Ihr habt uns dabei immer großartig unterstützt!"

Auch auf der Tour zum dritten Album "Surrender" wurden Hutchcraft und Duo-Partner, Keyboarder und Gitarrist Adam Anderson in Wien gefeiert. Denn die beiden liefern Pop-Musik mit Stil und Geschmack – perfekt sowohl in der Interpretation als auch in der Inszenierung.

Ihre fünf Begleitmusiker haben Hurts auf einem Podest in einem Stahlgerüst mit vier Sektoren platziert. Das erzeugt – anfangs mit Netz-Vorhängen verhüllt – interessante Schattenspiele. Drumherum gibt es Licht-Leisten, die zumeist nur in einer Farbe leuchten – alles sehr schlicht, effektiv, elegant.

Der Hauptgrund für die Euphorie der 2500 Besucher ist aber die Musik. Hutchcraft singt makellos, die Band ist perfekt eingespielt. Mit den tanzbaren Songs von dem fröhlicheren "Surrender"-Album haben Hurts Stücke, die ihre Live-Show auflockern, Schwung und Leichtigkeit zwischen die Highlights des melancholischen ersten Albums bringen. Allerdings wird im Gasometer auch schnell klar: In der Qualität reichen die neuen Songs nicht an die Favoriten des Debüts, an "Evelyn", "Stay" und "Illuminated", heran.

Das, was die Stimmung trübt, ist der überlaute Bass. Bei "Sandman" im letzten Drittel beginnt er so zu dröhnen, dass er den Gesang immer wieder überdeckt und Hutchcrafts Stimme wie in Stücke zerhackt mit großen Aussetzern im Publikum ankommt.

Schade. Mit einem besseren Sound, mehr Feinabstimmung statt Lautstärke, hätte das Konzert nachhaltiger beeindrucken können.

KURIER-Wertung:

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