Friedrich Hahn

© /Leo Fellinger

Literatur
05/14/2016

Hier ist das Testbild, aber nicht das Programm

Der Schriftsteller Friedrich Hahn sollte längst bekannter sein.

von Peter Pisa

Nichts gegen den neuen "Wortreich"-Verlag aus Wien. Feine Bücher macht er seit dem Vorjahr. Aber Friedrich Hahn gehört längst in ein größeres Haus, längst sollte er einer größeren Leserzahl bekannt sein.

Hahn – vor wenigen Tagen 64 geworden – ist einer der originellsten Schriftsteller Österreichs. Das merkt man allein schon, wenn er den Michael präsentiert, indem er – Zitat – bloß über ihn sagt: Er habe nur ein Testbild vom Leben im Kopf und kein Programm.

Dieser Typ wird auch deshalb zu beobachten sein, weil er als Hobby Bleistifte "totspitzt" und ihn Hinterseiten mehr interessieren als Vorderseiten – seit Papa ihm erzählt hat, der Mond sei die Rückseite der Sonne.

Auch bei der Wand zur Nachbarwohnung muss Michael unbedingt die andere Seite besichtigen und läutet das alte Ehepaar heraus.

Michael ist freiberuflicher Texter und übernimmt den Auftrag, über das Leben eines Todkranken einen Roman zu schreiben. Eine außergewöhnliche Freundschaft entsteht. Man muss nur aufpassen, um nicht ins andere Leben zu kippen.


Friedrich Hahn:
„Von Leben zu Leben“
Wortreich Verlag.
160 Seiten.
19,90 Euro.

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