Kultur
30.01.2012

Golden Globes: Sechs Chancen für Stummfilm

Die Nominierungen für den zweitwichtigsten Filmpreis der Welt sind da: "The Artist" wurde sechsmal nominiert, Christoph Waltz ist diesmal nicht dabei.

Der Stummfilm "The Artist" hat bei der nächsten Golden-Globe-Verleihung gleich sechs Gewinnchancen. Der Schwarz-Weiß-Film des französischen Regisseurs Michel Hazanavicius wurde unter anderem in der Sparte "Komödie/Musical" und für seine Darsteller Jean Dujardin und Berenice Bejo aufgestellt. Je fünf Nominierungen gibt es für das Familiendrama "The Descendants" mit George Clooney und das Südstaatendrama "The Help". Die Nominierungen für die begehrten Film- und Fernsehpreise gab der Verband der Auslandspresse (HFPA) am Donnerstagmorgen (Ortszeit) in Los Angeles bekannt.

Waltz darf nur mit Kolleginnen Foster und Winslet zittern

Der Österreicher Christoph Waltz ist nicht nominiert, seine Filmpartnerinnen aus Roman Polanskis "Carnage" (Gott des Gemetzels), Jodie Foster und Kate Winslet, haben hingegen beide Preischancen -  in der für den Film seltsam wirkenden Kategorie "Komödie/Musical". Die Schauspieler Brad Pitt, George Clooney, Michael Fassbender, Ryan Gosling und Leonardo DiCaprio könnten den Globe als bester Drama-Darsteller gewinnen. Bei den Damen sind Clenn Close, Viola Davis, Rooney Mara, Tilda Swinton und Meryl Streep nominiert. Mit ihrer Rolle als Margret Thatcher in "Die eiserne Lady" holte sich Streep ihre 26. Golden-Globe-Nominierung, siebenmal hat sie bereits gewonnen. Viggo Mortensen hat mit seiner Darstellung des Sigmund Freud in "A Dangerous Method" eine Nebenrollen-Nominierung geschafft.

Nominierungen erhielten u.a. Steven Spielbergs "Gefährten - War Horse", Martin Scorseses "Hugo Cabret" und "Die Kunst zu gewinnen - Moneyball". Die nach den Oscars wichtigsten US-Filmtrophäen werden in 25 Film- und Fernsehkategorien vergeben. Die Gala-Show geht am 15. Jänner im Beverly Hilton Hotel in Beverly Hills über die Bühne. Der britische Komiker Ricky Gervais gibt zum dritten Mal als Moderator den Ton an. Der Verband der Auslandspresse (Hollywood Foreign Press Association) händigt die Preise zum 69. Mal aus. Über die Gewinner entscheidet eine Gruppe von rund 90 internationalen Journalisten, die seit langem in Hollywood arbeiten.

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