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Kultur
12/05/2011

Glavinic' "Das bin doch ich" am Theater

Vor dem Glavinic-Kinofilm kommt die Glavinic-Theaterpremiere: Am 2. Oktober ist Uraufführung von "Das bin doch ich" am Schauspielhaus Graz.

von Michaela Mottinger

Die besten Anekdoten nötigt einem das Leben auf. Weiß der steirische Autor nicht erst, seit 2007 das Buch "Das bin doch ich" zum Bestseller und dann für den Deutschen Buchpreis nominiert wurde.

Zuletzt etwa war er unterwegs im fast 400.000 Euro teuren Lamborghini. Im Namen der Zeitschrift Autorevue . Den parkte Thomas Glavinic an einem Telefonmast. Der Testwagen mit 700 PS: ein Totalschaden ...

Die Sammlung früherer Anekdoten, "Das bin doch ich", wurde nun zum Stück. Geschickt angesetzt von Intendantin Anna Badora: Als dramatischer Kontrapunkt zur Kehlmann-Uraufführung "Geister in Princeton" vergangenen Samstag.
Glavinic erschuf für seinen Roman ein Buch-Ich, das sich am erfolgreichen Freund Daniel reibt. Der via SMS die explodierenden Verkaufszahlen der "Vermessung der Welt" kolportiert, während man selbst auf das Interesse eines Verlags wartet.
Ein Held auf Höllenfahrt durch den Literaturbetrieb. Eine Nabelschau unter Kopfschmerzen.

Mit voyeuristischem Vergnügen führt Glavinic selbstverliebte Kunstgurus, omnipräsente Kulturpolitiker und "den wichtigsten Autor der westlichen Welt" vor. Das alles ironisch, schlitzohrig, mit Augenzwinkern. Der Versuch, "Das bin doch ich" auf die Bühne zu heben, ist waghalsig. Regisseurin Christine Eder wagt ihn. Thomas Frank gibt den Glavinic. Mit Haaren.

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