Garanca: Supernova unter der Mondsichel

Elina Garan&amp;#269;a: Wenn sie singt, ist das Publikum begeistert. Das war auch bei "Klassik unter Sternen", ihrem letzten Konzert vor der<br />
Babypause, in Stift Göttweig (links) der Fall.
Foto: markant

Bereits zum vierten Mal bezauberte Elina Garanca Tausende Menschen bei ihrem traditionellen Raiffeisen-Konzert im stimmungsvollen Stift Göttweig.

Love and passion" lautete das musikalische Motto des ebenso hinreißenden wie romantischen Abends (inklusive Mondsichel wie an einem Theaterhimmel) im Hof von Stift Göttweig.

In der Tat ließ die große Mezzosopranistin Elina Garan&#269;a sowohl Liebe wie auch Leidenschaft intensiv erklingen und begeisterte damit 4300 Menschen. Dass Barbara Rett, ebenso begeisterte Moderatorin der Gala, die Sängerin gar als "Supernova" bezeichnete, stimmt jedoch zum Glück nicht ganz: Garan&#269;as stimmliche Strahlkraft ist wahrlich überwältigend, doch ist sie - gottlob - keineswegs nahe am Verglühen.

Bühnenpräsenz

Über die Strahlkraft ihres samtigen Timbres hinaus besticht die Ausnahmekünstlerin auch mit ihrer starken Bühnenpräsenz. Welche es so gut wie unmöglich macht, mit geschlossenen Augen zuzuhören - man muss "Die Garan&#269;a" einfach sehen.
Das Programm von "love and passion" bestand aus Opern-Highlights von Giuseppe Verdi über Giacomo Puccini bis Camille Saint-Saëns, von dem Elina Garan&#269;a die Arie "Mon cœur" aus "Samson und Dalila" darbot. Ihre "friends" waren heuer Michèle Cider (Sopran) und Ho-yoon Chung (Tenor), die solo, in Duetten mit Garan&#269;a und - wie immer als großes Finale - im Medley verlässliche musikalische Partner der großen Mezzosopranistin waren.

Die auch heuer im zweiten Teil des Konzerts ein neues Dirndl trug. Ein von Erwin Hameseder, Generaldirektor der Raiffeisen Holding und Raiffeisen Landesbank Niederösterreich, ausgewähltes Geschenk.

"Ich habe zu Hause schon mehr österreichische als lettische Trachtenkleidung", sagte Garanca lächelnd und schenkte dem Publikum noch zwei Zugaben: "O Sole
Mio" und "Ave Maria". Was Wunder, dass im Publikum beim Hinausgehen aus dem Stiftshof schon vom Konzert am 11. Juli 2012 die Rede war.

Fazit: Vorfreude auf Konzert 2012

Elina Garan&#269;a: Die lettische Mezzosopranistin verfügt über ihre "Jahrhundert-Stimme" hinaus auch über großartige Musikalität und Bühnen-Präsenz.

Friends: Michè le Crider (dramatischer Sopran) und der koreanische Tenor Ho-yoon Chung waren für Elina Garan&#269;a sehr verlässliche musikalische Partner.

Art Director: Karel Mark Chichon dirigierte temperamentvoll das Symphonieorchester der Volksoper Wien.

KURIER-Wertung: ***** von *****

(kurier) Erstellt am
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