Kultur
11/29/2021

Fotograf und Filmemacher Roger Fritz gestorben

Der deutsche Fotograf, Schauspieler und Regisseur Roger Fritz ist im Alter von 85 Jahren gestorben.

Der Fotograf, Schauspieler und Regisseur Roger Fritz ist im Alter von 85 Jahren in M├╝nchen gestorben. Das sagte seine langj├Ąhrige Lebensgef├Ąhrtin Margit Friedrich am Montagabend der Deutschen Presse-Agentur. Fritz sei am Freitag infolge eines Aneurysmas im Krankenhaus gestorben. Mehrere Medien hatten zuvor berichtet, darunter die M├╝nchner "Abendzeitung" und "Bild".

Fritz war eine Society-Gr├Â├če. Er assistierte unter dem italienischen Regisseur Luchino Visconti bei "Boccaccio 70" mit Romy Schneider. 1963 drehte er seinen ersten Kurzfilm "Verstummte Stimmen". Sein erster langer Spielfilm, "M├Ądchen, M├Ądchen" 1966, wurde ein Erfolg.

In mehreren Filmen, unter anderem von Rudolf Thome ("Fremde Stadt", 1972), Sam Peckinpah ("Steiner - Das Eiserne Kreuz", 1976) und Rainer Werner Fassbinder ("Lili Marleen", 1981) war Fritz auch Darsteller.

Er kam dicht an Stars heran wie Fassbinder oder auch Romy Schneider. Er suchte jedoch auch andere Motive, etwa bayerisches Brauchtum wie Goa├člschnalzen (Peitschenknallen) oder das Maibaum-Aufstellen. Sein Repertoire reichte von Portr├Ąts ├╝ber Landschaften bis zu abstrakter Fotografie. Eine Zeit lang war er in M├╝nchen auch Gastronom.

Der Biografie auf seiner Website zufolge hatte Fritz zun├Ąchst eine Ausbildung zum Gro├čhandelskaufmann gemacht. 1955 lernte er in M├╝nchen den Fotografen Herbert List kennen und assistierte ihm gelegentlich. Teils arbeitete er f├╝r Zeitschriften und begr├╝ndete die Zeitschrift "twen" mit. 1961 studiert er an der UFA-Nachwuchsschule f├╝r Schauspiel und Regie in Berlin.

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