Kultur
06.04.2017

Fink hat den Blues

Der Soundtüftler lädt am Samstag (8. April) zum "Sunday Night Blues Club". Gewinnen Sie Karten.

Mit "accidental life" – etwa dem "zufälligen, nebensächlichen Leben" – hat Blues-Legende Big Bill Broonzy einst sein Genre beschrieben. Fink, Frontmann der Band Fink, liebt diese Darstellung. " Big Bill Broonzy erklärte dazu, dass es einfach sei, einen Blues Song zu schreiben", erzählt Fink im KURIER-Interview. "Man nimmt sich einen Alltagsgegenstand, zum Beispiel ein Taschenmesser. Damit kann man sich die Zehennägel schneiden, das Essen zubereiten, oder jemandem den Hals aufschlitzen. Und schon hast du drei Strophen für den ,Taschenmesser Blues’."

Ganz so einfach hat es sich Fink nicht gemacht, als er sein Soloalbum "Fink’s Sunday Night Blues Club" aufnahm, das er am 8. April im Wiener Porgy & Bess live vorstellen wird. Die Reduzierung auf wenige Worte seien beim Schreiben seiner Blues-Songs eine Herausforderung gewesen. "Wenn man etwas Nuanciertes ausdrücken will, wird es schwierig, weil man oft nur drei oder vier Zeilen Text hat. Auf der anderen Seite war das total befreiend. Denn es geht im Blues darum, mit welcher Emotion du diese drei Zeilen singst und rüberbringst."

Beatles und Stones

Das hat den als Finian Greenall in Cornwall geborene Songwriter schon als achtjährigen Buben fasziniert. "Meine Eltern haben mir damals jede Menge Singles gegeben. Aber nur drei davon habe ich immer wieder gespielt. Eine war ,I Am The Walrus’ von den Beatles, die zweite von den Rolling Stones und die dritte war der wilde Blues von , No Particular Place To Go’ von Chuck Berry. Er hatte diese magische Fähigkeit, dich auch mit Songs fernab vom Storytelling eines Bob Dylan sofort in eine Situation zu versetzen. Und er konnte seine mutige, verrückte Energie auf Platte bannen."

Seit damals liebt Fink den Blues. Allerdings fand er erst im Frühjahr 2016 die passende Herangehensweise für ein eigenes Blues-Album. Denn es sollte keine Blaupause eines Stils werden. "Ich wollte zwar nicht unbedingt eine moderne Version des Blues kreieren, aber ich wollte mir ihn zu eigen machen." Weil Fink aber ein Mann der Moderne ist und lange in der Elektronik-Szene tätig war, klingt "Sunday Night Blues Club", als hätte er das Genre in die heutige Zeit transferiert – ohne aber ein einziges elektronisches Instrument zu verwenden. Am Beginn der 00er-Jahre wandte sich Fink nämlich von der elektronischen Musik ab. "Bis dahin dachte ich, der Singer-Songwriter-Sound ist vorbei und langweilig. Aber dann sah ich System Of A Down in einem kleinen Club in London, Radiohead mit ihrer "OK Computer"-Show und Coldplay in Glastonbury – lauter faszinierende Live-Erlebnisse. Da dachte ich, ich will der Roadie von Radiohead sein: Lieber als in einem Club aufzulegen, schleppe ich Thom Yorkes Verstärker."

Seither arbeitet der 44-Jährige an einem neuen Album, das im Herbst erscheinen soll. Ob es vom Blues-Nebeprojekt beeinflusst sein wird, weiß er noch nicht. Aber: "Ich werde mir dafür – vielleicht für einen Songtitel – den Ausdruck ,accidental life’ stehlen. Der klingt einfach zu gut."

Info: Fink – Sunday Night Blues Club am 8. April im Porgy & Bess, Riemergasse 11. Beginn: 20.30 Uhr.

Sie können 2x2 Karten für das Konzert am Samstag im Porgy & Bess gewinnen - inklusive einer signierten CD.

Um mitspielen zu können, loggen Sie sich bitte ein. Teilnahmeschluss ist der 7 .4. 2017 um 14 Uhr. Wir wünschen viel Glück!

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