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Kultur
04/06/2020

Emma Steinbakken will wirre Emotionen sprengen

Die 17-jährige, norwegische Pop-Newcomerin liefert einen Song, der gut in die unsichere Zeit passt

Mitte März hätte Emma Steinbakken in Berlin das Video zu ihrem brandneuen Song „Let’s Blow Our Feelings Up With Dynamite“ drehen sollen. Die Corona-Krise machte der 17-Jährigen, die voriges Jahr in der norwegischen Heimat mit „Not Gonna Cry“ eine Platin-Hit landen konnte, einen Strich durch die Rechnung. So drehte sie den Clip zu Hause in Jessheim nördlich von Oslo – mit der Hilfe vom Papa und der Schwester – selbst.


Auch wenn sie Song schon vor der Krise fertig hatte, passen der Clip und sein Refrain perfekt in diese Zeit der Unsicherheit. „In dem Text geht es um die Ängste eines Menschen, der kurz davor steht, verrückt zu werden“, sagt Steinbakken. „Es geht um die verwirrenden Emotionen, die man erlebt, wenn man das Gefühl hat, etwas falsch gemacht zu haben und einem dadurch klar wird, dass man etwas oder jemanden braucht, wo man hin flüchten kann.“

Musikalisch macht Steinbakken dabei ihre Vorlieben für Hip-Hop und düstere Sounds und Poesie deutlicher hörbar, als auf der im Herbst erschienenen EP. Seit vielen Jahren, erzählt sie im Interview mit dem KURIER, habe sie Gedichte vor allem norwegischer Poeten gelesen. „Ich liebe, wenn sie düster sind, denn das hilft mir, meine derartigen Gefühle zu verbalisieren. Obwohl da oft Metaphern verwendet werden, geht das richtig tief, wenn die Bilder richtig gewählt sind. Ich fühle mich dadurch verstanden.“

Gesungen hat der Fan von Adele und Drake schon als Kind. „Als ich sehr jung war, wollte ich mich bei ,Idols’ bewerben, aber meine Mutter erlaubte es mir nicht, weil ich einfach wirklich zu jung war. Sie dachte, alle kleinen Mädchen haben diesen Traum, zu singen. Und weil ich mir das auch gedacht habe, habe ich dann eine Zeit lang Fußball gespielt. Ich habe zwar immer gesungen, aber es nicht professionell verfolgt.“

 

Ernst mit der Gesangskarriere wurde es wieder, als Steinbakken 2017 die Rolle als Annie in dem gleichnamigen Musical bekam. „Eigentlich sollte ich nur eine Freundin zur Audition begleiten. Bis dahin hatte ich aber nur die Meinung meiner Eltern zu meinem Gesang gehört. Und ich dachte, sie müssen ja sagen, dass ich gut bin, weil sie meine Eltern sind. Deshalb wollte ich eine andere Einschätzung. Ich entschied mich am Tag vor der Audition, doch auch selbst teilzunehmen, und bekam sogar die Hauptrolle. Da haben meine Eltern gesehen, dass ich das liebe und kann. Jetzt unterstützen sie mich, wo immer sie können.“

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