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Elīna Garanča: „Klassik unter Sternen“ mit der nächsten Generation

Elīna Garanča präsentierte ihre besten Zukunftsstimmen im Schlosspark von Grafenegg.
Sechs Personen mit Blumensträußen stehen vor einem Schloss neben einem Flügel im Freien.

Nach 17 Ausgaben von „Klassik unter Sternen“ in Stift Göttweig wurde Elīna Garančas Sommerkonzert nach Grafenegg verlegt. Drei Tage stehen der Schlosspark und der Wolkenturm im Zeichen der unvergleichlichen Mezzosopranistin. Die Preview am 3. und die Gala am 4. Juli sind längst ausverkauft. Wer sie in diesem Ambiente erleben will, hat am 3. Juli 2027 die nächste Chance. Doch man sollte nicht lang zögern, denn ab sofort läuft der Kartenverkauf.

Zwei Tage vor der Gala war Picknick mit Garanča und ein Konzert mit den Besten ihres Wettbewerbs „Zukunftsstimmen“ auf dem Programm. Ein Picknick mit der Größten aus der Welt der Oper? Tatsächlich.

Wenn Garanča etwas zusagt, dann hält sie es auch. Sie eröffnete eine Ausstellung vor dem Wolkenturm, die auf Bildtafeln ihr Leben dokumentiert, und parlierte mit ihren Fans. Auch ihr Ehemann, der Dirigent Karel Mark Chichon, mit dem sie seit 2006 verheiratet ist, kommt vorbei. Er konzipiert mit ihr „Klassik unter Sternen“ seit Beginn und dirigiert die Konzerte.

Schwammerlsuche

Man bleibt vor den Fotos aus ihrer Kindheit stehen. Ein ausgelassenes naturverbundenes Kind ist da zu sehen, das auf dem Bauernhof der Großeltern mitgeholfen hat. Andere Tafeln erinnern an ihre Glanzrollen wie den Octavian in Richard Strauss’ „Rosenkavalier“ oder Bizets Carmen, die sie über die Jahre geprägt hat.

Weiter zur nächsten Tafel, zur Pilzsammlerin Garanča. Eine Koinzidenz, dass auch der aus Polen stammende Star-Tenor Piotr Beczała passionierter Schwammerlsucher ist, oder haben Pilze eine besondere Wirkung auf Sänger?

Garanča erklärt das pragmatisch. In den östlichen Ländern wachsen eben besonders viele Pilze. Angst, einmal einen giftigen zu erwischen, hat sie nicht, denn sie hat dieses Handwerk von ihrer Großmutter und ihrer Mutter gelernt. Die Zeit drängt, im Schlosspark ist eine kleine Konzertbühne aufgebaut. Dort treten die Besten ihres Wettbewerbs „Zukunftsstimmen“ auf.

Ausstellungstafeln zu Elīna Garanča stehen auf einer Wiese vor einem modernen Gebäude unter Bäumen.

Der Schlosspark im Zeichen von Elīna Garanča.

Die jungen Stimmen strahlen mit der Sonne um die Wette. Die 21-jährige Sopranistin Günel Shirinova fasziniert mit der Arie der Norina aus Donizettis „Don Pasquale“. Blaž Stajnko begeisterte als Mozarts Figaro und Don Giovanni, als solcher im Duett mit der einnehmenden Sopranistin Cemre Elisa Görgü aus Linz. Die Bühnenpräsenz, die dieser junge Bassbariton in wenigen Minuten entwickelt, ist erstaunlich. 

Ebenso die Gewinnerin des Erich Seitter Förderpreises Maria Shebzukhova. So ein Orlofsky bringt jede „Fledermaus“ zum Fliegen. Mit feinsinniger Intonation und Charme präsentiert sich Gabriela Celińska als Rossinis Rosina aus dem „Barbier von Sevilla“. Auch im eigenen Interesse wünscht man diesen jungen Talenten Auftritte an den besten Häusern, denn diese Stimmen will man unbedingt wieder hören.

Also, ein glänzender Auftakt für den Neubeginn von „Klassik unter Sternen“.

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