Kultur 29.01.2013

Einhelliger Jubel für die Hochglanz-Gustostückerln

ARCHIV: Tenor Joseph Calleja posiert in der Metropolitan Oper in New York fuer den Fotografen (Foto vom 04.11.09). Calleja will… © Bild: AP/Stephen Chernin

Joseph Calleja sorgte auf seiner "Be My Love"-Tour für Hochgenuss im Konzerthaus.

Ein bisserl warm ist mir.“ – „Wart’ erst, bis der Calleja singt!“ Mit der passenden emotionalen Bereitschaft ging das Konzerthauspublikum am Montagabend an den Hochglanz-Arienabend von Joseph Calleja. „Be My Love“ heißt seine Tournee samt Großformatprospekt (wie verträumt Calleja schauen kann!) und Krankamera. Und bei all dem Luxus darf man ruhig ein bisserl mehr ins Schwelgen geraten, als streng musikalisch eigentlich gerechtfertigt wäre.

Der maltesische Tenor würdigt mit handverlesenen Stücken sein Idol Mario Lanza. Und das Navarra Symphony Orchestra unter Frédéric Chaslin macht sich dafür freundlich klein, damit Callejas Stimme bei den Gustostückerln von Bizet über Puccini und Verdi bis Massenet umso mehr strahlen kann.

Das klappte alles ganz wunderbar wie geplant, und so wurde der Abend zum erwarteten musikalischen Ausflug ins Kur-Café: Jeder Musikhappen ein Hochgenuss, ohne störendes Füllmaterial gleich hinein in den heißen Schokokern der Opernhits.

Calleja präsentierte mühelos Spitzentöne und fein kontrollierte Emotionen, füllte mit feinster Tenorkunst den Großen Saal. Einhelliger Jubel.

KURIER-Wertung: **** von *****

Erstellt am 29.01.2013