Dreierlei von den Wiener Festwochen: Ich, Folklore und die Teenager

Dreierlei von den Wiener Festwochen: Ich, Folklore und die Teenager
Kritiken zu „L’ Aventure Invisible“, "Éléphant“ und „Close Encounters“.

„L’ Aventure Invisible“: Das Ich ist auch nur ein zerbrechliches Konstrukt

Eine doppelte Premiere bei den Wiener Festwochen: Da die Anordnung des Spielraums – die Zuschauer im brut nordwest sitzen in einer kreisförmigen Arena, die Darsteller sitzen unter ihnen – eine Übertitelung nicht sinnvoll erscheinen lässt, bekommt man die Übersetzung des französischen Stücktexts direkt aufs Handy. Dazu muss man eine App herunterladen und sich mit dem Netzwerk der Festwochen verbinden.

Das klappt bis auf zwei, drei Ausfälle sehr gut, hat aber einen entscheidenden Nachteil: Man schaut fast nur noch aufs Handy, nicht auf die Sprechenden. Wenn man so wie Ihr Autor mit den Dioptrien zu kämpfen hat – mit Brille sieht man in der Nähe nichts, ohne Brille nichts in der Distanz – muss man sich entscheiden: Text oder Schauspiel, nur eines kann man scharf sehen.

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