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Doris Weiner dreht auf: Auch Golden Girls wollen Spaß haben

Die Komödie am Kai beim Schwedenplatz feiert ihren 44. Geburtstag mit dem Stück "Omatrick" von Charles Lewinsky
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Am 27. Mai 1982 eröffnete Erich L. Koller beim Schwedenplatz die Komödie am Kai; seit 2002 leitet dessen Witwe, Sissy Boran, die charmante Kellerbühne, in der die Zeit stehen geblieben scheint (außer bei den Buffetpreisen). Nun also feierte man den 44. Geburtstag: Die Prinzipalin merkte in ihrer Rede vor der Premiere von „Omatrick“ an, dass der Eigendeckungsgrad 90 Prozent beträgt – eine respektable Leistung selbst für ein Unterhaltungstheater.

Weil es in Wien Vielfalt geben muss, habe Veronica Kaup-Hasler, die Kulturstadträtin, versichert, die Komödie am Kai weiterhin zu fördern. Ohnedies nur mit geringen Mitteln (65.000 Euro). Damit lassen sich keine aufwendigen Ensemblestücke realisieren. Aber Doris Weiner, über Jahrzehnte die gute Seele des Volkstheaters in den Bezirken, setzt in „Omatrick“ ihr verschmitztes Lächeln auf – und schon flutscht der Abend (in der Regie von Boran und Andrea Eckstein).

„Omatrick“ von Charles Lewinsky ist das Gegenstück zu Felix Mitterers „Sibirien“: Die alte Chefsekretärin leidet unter der depressiv machenden Stimmung im Altersheim, aber sie ist findig – und führt einen jungen Mann, der sich als ihr Enkel ausgibt, gehörig an der Nase herum. Denn: „Girls Just Want to Have Fun“, wie Cyndi Lauper 1983 sang. Doris Weiner stößt also den Rollator weg und will Theater spielen. Lukas Meier als Duckmäuser-Buchhalter kann immer nur Augen und Mund aufreißen. Sehr nett.

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