Doch keine Dirigentin bei großem Beethoven-Eventkonzert

PK "VORSTELLUNG DES NEUEN CHEFDIRIGENTEN DER WIENER SYMPHONIKER AB DER SAISON 24/25?: POPELKA
Am 7. Mai spielen die Wiener Symphoniker den berühmten Schlusssatz bei länderübergreifendem TV-Event. Petr Popelka springt für die erkrankte Dirigentin Joana Mallwitz ein.

Joana Mallwitz muss wegen einer Erkrankung das Jubiläumskonzert zu Ludwig van Beethovens Neunter Symphonie mit den Wiener Symphonikern am 7. Mai abgeben. Der designierte Chefdirigent Petr Popelka springt ein. Oscar Jockel übernimmt davor Mallwitz' Dirigate im Musikverein.   

Aus Anlass des 200. Jahrestages der Uraufführung von Beethovens Neunter wird im Rahmen einer länderübergreifenden TV Produktion von ARTE und ORF III jeweils ein Satz der Symphonie durch ein europäisches Spitzenorchester beigesteuert. Der berühmte Schlusssatz mit der Ode "An die Freude" war mit Joana Mallwitz "prominent und weiblich besetzt", wie das Wiener Konzerthaus in einer Aussendung bekanntgab. Zudem beteuert man: "Wir haben im Interesse des Erhalts dieser bildgebenden Planung die Verfügbarkeit zahlreicher Dirigentinnen angefragt, jedoch war keine der 20 Dirigentinnen verfügbar."

4 Sätze - 4 Städte

Dabei wird in vier europäischen Städten je einer der vier Sätze der 9. Sinfonie gespielt. Dieser Aufführungsreigen wird am 7. Mai auf Arte live-zeitversetzt (21.40 Uhr) übertragen. Beteiligt sind das Gewandhausorchester Leipzig mit Andris Nelsons, das Orchestre de Paris unter Klaus Mäkelä, das Orchestra del Teatro alla Scala in Mailand unter Riccardo Chailly und eben die Wiener Symphoniker.

 Letztere steuern den vierten Satz - die nicht zuletzt dank der Europahymne äußerst bekannte "Ode an die Freude" - bei. Die Gesangspartien kommen von Rachel Willis-Sørensen (Sopran), Tanja Ariane Baumgartner (Alt), Andreas Schager (Tenor) und Christof Fischesser (Bass) sowie der Wiener Singakademie. "Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir hier Freude und europäischen Glanz vermitteln können", zeigte sich Konzerthaus-Chef Matthias Naske bei der Präsentation im Februar zuversichtlich. Überhaupt besitze die Kultur die "Superpower", nicht zuletzt vor dem Hintergrund des Ukraine-Krieges und dem Nahost-Konflikt Menschen zusammen zu bringen, schwärmte er von der europäischen Dimension des Projekts.

 

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