© Screenshot: Dirty Dancing

Kultur
08/18/2012

"Dirty Dancing" hebt seit 25 Jahren ab

Der Kuschelfilm wird 25 – ein guter Moment, sich an alte Songs wie "Hungry Eyes" zu erinnern.

von Axel Halbhuber

Manche Songs wecken Erinnerungen. An die Blonde aus der Schule. Den feschen Typen im Café. Oder an den "Sommer 1963: Alle nannten mich Baby und irgendwie hat mir das gefallen. Es war, bevor Präsident Kennedy ermordet wurde und es die Beatles gab. Das war der Sommer, in dem ich dachte, dass ich nie einen Jungen finden würde, der so toll ist wie mein Dad. Es war der Sommer, den wir bei Kellerman’s verbrachten." (aus: "Dirty Dancing")

Auch Filme wecken Erinnerungen. Viele Verliebtheiten und Lieben werden mit einem gemeinsamen Movie oder Lied verbunden. Bilder und Töne, die im Kopf bleiben wie der Geruch des damaligen Gegenübers.

Anders gesagt: Jeder weiß, mit wem er zu "Hungry Eyes" aus "Dirty Dancing" geschmust hat. Der Klassiker, für manche die Essenz aller Kuschelfilme, wird 25 Jahre alt: Am 21. August 1987 lief er in den US-Kinos an. Bis heute hat der 100-Minuten-Streifen knapp 214 Millionen US-Dollar eingespielt.

 

Filmschauen verbindet

Patrick Swayze schmuste in "Dirty Dancing" mit Jennifer Grey. Natürlich nicht sichtbar, schließlich war das Urlaubsresort Kellerman züchtig, auch wenn Inhaber Max sagt: "Kümmert euch um alle Töchter. Auch um die hässlichen!" Was Tanzlehrer Johnny Castle mit Baby Houseman anstellte, blieb zwischen den Zeilen: "Wann wirst du deinem Daddy endlich sagen, dass wir zusammen gehen?" Baby: "Ich habe Angst, dich zu verlieren. Noch nie war ich so glücklich wie mit dir."

Ähnliche Hochgefühle empfinden Menschen, wenn sie gemeinsam ins Kino gehen, meinen die Wissenschaftler Suresh Ramanathan und Ann McGill von der Universität Chicago: "Beim Ansehen eines Films entwickelt sich zunehmend unbewusste emotionale Verbundenheit." Die beiden untersuchten das Verhalten von Kinogästen und stellten fest, dass Menschen, die durch Filme verbunden sind, dauerhaft davon zehren.

 

Time of my Life

Johnny und Baby verband vor allem das Tanzen in dem Film, dessen Soundtrack 44 Millionen Mal verkauft wurde und dessen Titelsong "The Time of My Life" einen Oscar abstaubte. Johnny: "Das ist mein Tanzabstand. Das ist deinTanzabstand. Du kommst nicht in meinen, ich komme nicht in deinen." Neben Evergreens wurden sieben Lieder speziell für den Film komponiert. "She’s Like the Wind" sang Swayze sogar selbst.

Die Erinnerungen kleben so unauslöschlich an Filmen und ihrer Musik, weil wir in diesen Momenten hemmungslos ehrlich waren – emotional betrachtet: Wir weinten, als DiCaprio im Eismeer unterging. Wir freuten uns mit der Dirne Roberts über ihren ersten Opernbesuch. Und waren entsetzt wie Harry, als Sally ihm etwas vormachte. Nichts verbindet so sehr wie Tränen und Lachen. Und niemand lacht authentischer als Baby, wenn Johnny ihr über den Arm streichelt. Und Babys "Ich habe die Wassermelonen getragen", als sie Johnny gegenüber stand, kam von Herzen.

Am 26. Juli 2013 soll das "Dirty Dancing"-Remake kommen. Bis dahin schwelgen wir im Original.

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