Die zeitgenössische Kunst parkt künftig in der Astoria Garage
Die „viennacontemporary“ wie die „Spark Art Fair“ wurden abgesagt, und so hätte es heuer keine Messe für zeitgenössische Kunst in Wien gegeben. Aber alle wichtigen Galeristinnen und Galeristen – 35 an der Zahl – haben sich nun zu einer Selbsthilfegruppe, dem Verein VAU (Vienna Art United), zusammengeschlossen: Ziel ist es, ab 2027 „gemeinsam eine zeitgenössische Kunstmesse mit internationaler Strahlkraft zu etablieren“.
Heuer wird es zumindest eine „Preview-Edition“ geben: Von 10. bis 13. September 2026 öffnet die neue „Astoria Artshow“. Sie werde laut Aussendung des Vereins rund 70 Galerien zusammenbringen und etablierte wie auch aufstrebende Positionen präsentieren.“
Veranstaltungsort ist die Astoria Garage im 8. Bezirk, ein Architekturjuwel aus 1923, die erstmals für ein Kunstevent genutzt werde. Sie gilt als Europas erste und größte Turmgarage: „Die sechsgeschoßige Hochgarage mit ihrer charakteristischen, spiralförmigen Rampenauffahrt und der markanten Glaskuppel über dem ehemaligen Tankplatz steht exemplarisch für die Architektur der Moderne.“ Die offene Bauweise mit ihren großzügigen Fensterflächen sorge auf allen Ebenen für natürliches Licht und schaffe eine besondere räumliche Qualität für die Präsentation von Kunst.
Aus jeder Galerie werde nur eine Position präsentiert. „Unser Anspruch ist es, höchste Qualitätsstandards mit einem offenen, solidarisch getragenen und zukunftsorientierten Format zu verbinden“, so VAU-Obmann Markus Peichl (Galerie Crone). Ein besonderes Merkmal sei das solidarische Teilnahme-Modell, basierend auf der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Galerien: Die Gebühren sind nach Umsatzstärke und Unternehmensgröße gestaffelt, nicht nach der Größe der Ausstellungsfläche.
Bei den Kunstmessen in der Messe Wien (zuletzt die „viennacontemporary“) gab es das vom Kulturministerium mitfinanzierte Projekt „Zone 1“ zur Unterstützung junger Kunst, dieses soll erneut umgesetzt werden. Allerdings: „Bisher ist noch kein Förderantrag eingelangt.“ In der Vergangenheit gab es bis zu 90.000 Euro.
Laut Markus Peichl werde es auch eine Unterstützung der Stadt Wien geben. Zuständig hierfür ist Geschäftsgruppe Finanzen, Wirtschaft, Arbeit, Internationales und Digitales. Eine allfällige Förderung des Vermittlungsprogramms liege im Aufgabenbereich des Kulturamts, aber „ein entsprechender Antrag ist noch nicht eingegangen“. Bund wie Stadt versichern, an einer Wiener Kunstmesse hoch interessiert zu sein.
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