Dominique Meyer initiierte das Staatsopern-Livestreamin

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Oper live
10/15/2013

Die Staatsoper überträgt live ins Internet

Ab 27. Oktober bietet die Wiener Staatsoper im Internet HD-Qualität aus zwei Perspektiven.

von Georg Leyrer

Am 27. Oktober ist es so weit: Die Wiener Staatsoper startet mit einem „Rosenkavalier“ die Live-Übertragungen ihrer Produktionen ins Internet. Renée Fleming steht als Marschallin auf der Bühne, Sophie Koch als Octavian, Mojca Erdmann als Sophie. Künftig sollen ausgewählte Opern- und Ballettvorstellungen als Livestreams in höchster Qualität weltweit über Internet und über einen SmartTV-Anbieter gezeigt werden, erläuterte Staatsopern-Direktor Dominique Meyer am Dienstagabend. „Dies wird die Wiener Staatsoper in die Zukunft bringen.“

Diese Zukunft umfasst nicht nur einen, sondern zwei Bildschirme. Einerseits wird die jeweilige Produktion in HD-Qualität aus zwei Perspektiven zu sehen sein: Als Totalaufnahme und in einer von der Regie gestalteten Version, aufgenommen mit acht HD-Kameras u.a. im Orchestergraben. Darüber hinaus setzt die Staatsoper auch noch auf den sogenannten „Second Screen“: Auf einem Smartphone oder Tablet-Computer können zeitgleich sowohl die Übersetzung des jeweiligen Librettos (in mehreren Sprachen) oder die Partitur verfolgt werden. Beides wird automatisch mit der Übertragung synchronisiert. Auch digitale Programmhefte können erworben werden.

Eintritt

„Wir bringen unsere Produktionen nicht ins Kino, sondern in die Wohnungen der Menschen in aller Welt“, sagt Meyer. Der Stream wird live zur Beginnzeit in Wien und dann zeitzonenversetzt rund um die Welt zu einer jeweils angenehmen Opern- bzw. Ballett-Beginnzeit zu empfangen sein.

Die Staatsoper im Internet zu besuchen ist zwar billiger als ein regulärer Opernsitzplatz, aber dennoch kostenpflichtig: Die Opernfreunde werden einzelne Aufführungen live für 14 Euro „Eintrittsgeld“ verfolgen können. Es gibt auch aufgezeichnete Produktionen, die für 5 Euro eine Woche lang abrufbar sind. 17 Vorstellungen werden in der laufenden Saison übertragen. Ab der Spielzeit 2014/’15 soll es auch Internet-Gesamtabos geben. Man werde bald „viele Zuseher haben“, sagte Meyer.

„Die Qualität ist unbeschreiblich“, versprach Generalmusikdirektor Franz Welser-Möst. „Damit sind wir allen anderen Opernhäusern voraus“. Zusätzlich zu den Vorstellungen gibt es u.a. auch die Möglichkeit für Schulklassen, via Internet Proben zu besuchen. Das Livestreaming sei „eine Kombination von Internet und Fernsehen“, sagte Meyer: „Wir sind unabhängig. Denn wir wollen nicht länger warten, dass jemand anderer für uns die Übertragung macht.“

Link: staatsoperlive.com

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