Eines der 80 Fotos der Londoner Ausstellung: Audrey Hepburn 1960 in Rom

© /The Cecil Beaton Studio Archive at Sotheby's / courtesy Schirmer/ Mosel

Ausstellung
07/06/2015

Die heimliche Liebe Audrey Hepburns

In London werden "Porträts einer Ikone" gezeigt, der privates Glück nicht vergönnt war.

von Peter Pisa

Audrey Hepburn (1929– 1993) war eine schlechte Schauspielerin, und schön war sie auch nicht.

Hat sie selbst gesagt. Immer wieder. Und geglaubt hat sie’s. Wobei das mit der Schauspielerei auch mit dem grantigen Humphrey Bogart zusammenhängt:

Bei den Dreharbeiten zu "Sabrina", 25 war sie damals, hat ihr der Amerikaner zu verstehen gegeben, dass sie nichts zu bieten habe außer einem lächerlich britischen Akzent, und er hat sie beim Reden immer absichtlich angespuckt.

(Einmal hat sie sich revanchiert: Als Bogart zum ersten Mal in diesem Film in Großaufnahme zu sehen war, blies sie Zigarettenrauch ins Bild, damit man nicht zu viel sieht von ihm ...)

Streit ums Erbe

Und was die Schönheit betrifft: In England wurde die gebürtige Belgierin voriges Jahr zur zeitlosen Schönheit Nummer eins gewählt, deutlich vor Kate Middleton und Grace Kelly.

Seit Donnerstag zeigt die Londoner National Portrait Gallery Fotos der IkoneIkone der Eleganz? Stilikone? Ikone allein, das genügt –, die bisher nie öffentlich zu sehen waren. Der deutsche Verlag Schirmer/Mosel hat den dazu gehörenden prächtigen Bildband, falls man lieber "nur" in die Buchhandlung reisen möchte.

Audrey Hepburns Söhne haben für die Ausstellung ihre privaten Alben aufgeschlagen.

Wobei die zwei sonst nicht so einträchtig sind: 22 Jahre nach Mutters Tod streiten sie um das Erbe, und zwar um die Kostüme, Hüte, Schals, die in einem Lager in Los Angeles deponiert sind.

Die Gegenstände haben nicht nur ideellen Wert – Audrey Hepburns Kleid aus der Eingangsszene von "Frühstück bei Tiffany" wurde vor Jahren um 500.000 Euro versteigert.

Sean (aus der unglücklichen Ehe mit Schauspieler Mel Ferrer) und Luca (aus der unglücklichen Ehe mit dem italienischen Psychiater Andrea Dotti) brauchen einen Richter für die Aufteilung.

Eine kinderlose Affäre

Drei, vier Kinder hätte sie gern gehabt ... am liebsten von und mit William Holden.

Der 35-Jährige spielte ebenfalls 1954 in "Sabrina", und gleich stand für ihn fest: "Du bist die Liebe meines Lebens."

Für sie war klar: "Bill ist der schönste Mann, den ich je gesehen habe."

Die Affäre blieb geheim und endete mit einem Schock. Audrey überlegte schon Namen für ihre Kinder, als ihr William Holden – endlich – verriet: "Der einzige Wunsch, den ich dir nicht erfüllen kann, sind Kinder."

Er hatte, auf Drängen seiner Ehefrau, zwei Jahre zuvor eine Vasektomie durchführen lassen.

Audreys Blick war angeblich purer Schmerz.

Erstmals wird die traurige Liebesgeschichte ausführlich geschildert: Die deutsche Übersetzung von "Audrey und Bill" lässt noch knapp zwei Monate auf sich warten. US-Filmjournalist Edward Z. Epstein, ein Hollywood-Veteran, weiß auch zu berichten, wie William Holden ab sofort noch mehr soff und sich einbildete, seine große Liebe zurückgewinnen zu können, indem er sie mit Grace Kelly eifersüchtig machte.

Audreys Schlag traf ihn härter: Ihre Verlobung mit Mel Ferrer wurde ausgerechnet auf einer Party in Holdens Villa bekannt gegeben ...

Audrey Hepburn: Die unvergessene Filmprinzessin

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