Neuer Trailer: Isabelle Huppert trinkt Blut in Wien - als untote Adelige
Birgit Minichmayr (li.) als Gruftie-Zofe von Isabelle Huppert: "Die Blutgräfin".
Nicht mehr lange, und die französische Starschauspielerin Isabelle Huppert macht Wien unsicher. Als untote Adelige reist sie durch die österreichische Hauptstadt und erledigt mit einem Biss in den Hals ihre Opfer: "Die Blutgräfin", eine morbide, schwarzhumorige Gesellschaftssatire der deutschen Avantgarde-Filmemacherin Ulrike Ottinger, ist ab 29. Oktober in den österreichischen Kinos zu sehen. Ab sofort gibt es dazu den ersten Trailer, präsentiert von Filmladen und KURIER.
Die Titelfigur hat eine historische Frauenfigur zum Vorbild: Es ist Erzsébet Báthory, die als die Urmutter der Vampire gilt und „die Blutgräfin“ genannt wird. Nun hat sie in Wien Station gemacht, um ein mysteriöses Buch zu vernichten. Wien bietet sich als perfekter Schauplatz für Ottingers barocke, rauschhafte Kostümgroteske an: Gegenwart und Vergangenheit fließen ineinander, und die unterirdischen Gänge der U2 lassen sich mühelos mit der Habsburger Herzerlgruft, dem Café Hawelka, der Pestsäule oder dem Riesenrad verbinden.
In roten Lackstiefeln und bombastischen Kostümen stapft die „Blutgräfin“ Isabelle Huppert durch die Stadt und führt Birgit Minichmayr als Gruftie-Zofe mit sich. Um sich zu stärken, trinkt sie das Blut junger Frauen oder isst ersatzweise Blunze. Dazu erklingen Walzerklänge wie „Wiener Blut“. Ein Who-is-who namhafter Schauspieler sorgt für hohen Unterhaltungswert: Karl Markovics gibt einen Dodel-Polizisten, der die Ursachen der vielen Todesfälle untersucht, und Inge Maux serviert Buchteln im Hawelka. Thomas Schubert nennt sich Rudi-Bubi von Strudel zu Buchtelau und ist mit der Blutgräfin verwandt.
Tom Neuwirth hat gleich zwei Rollen: Einmal tritt er als Hohepriester in Erscheinung, ein andermal singt er als Conchita Wurst „Rise like a Phoenix“ in einem unterirdischen Keller.
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