Kultur 21.12.2012

Der nächste Reaktor ist in die Luft geflogen

"Die Lieder, dasTöten": Die Wut ist zum Kennzeichen des Vorarlbergers André Pilz geworden.

Die Lieder, das Töten. Grob in die Welt geschlagen ist der Roman. An seinen Unebenheiten bleibt man hängen.

Wütend ist der Roman. Seit „Man Down“ (2010) ist die Wut ein Kennzeichen des Vorarlbergers André Pilz.

Alles ist genau richtig so: Wenn nach Fukushima in Süddeutschland der nächste Atomreaktor explodiert und der Staat versagt, vor der Katastrophe und danach ... soll man da noch Wörter drechseln, ziselieren, hobeln?

AndréPilz:'Die Lieder, dasTöten' HaymonVerlag.420 Seiten.19,90 Euro.
cover © Bild: kba/lieder-toeten-pilz.jpg
In den Orten des Sperrgebiets sind nach dem roten Regen viele ältere Leute geblieben; und einige kamen hinzu, weil sie in der „normalen“ Welt ohnehin nichts verloren haben. Die Armee rückt aus. Evakuierung. Ein junger Mann (und guter Schütze) soll im Auftrag der Regierung den heimlichen Anführer suchen. Den Kopf der Bande, der gern Lieder von Julio Iglesias hört. Welcher Bande? Die Bande, das sind doch ganz andere.

KURIER-Wertung: **** von*****
( Kurier ) Erstellt am 21.12.2012