Kuratoren werden vor den Vorhang gebeten

Kuratoren werden vor den Vorhang gebeten
In den 20 teilnehmenden Wiener Galerien wird bis 14. November dem Medium Malerei auf den Zahn gefühlt.

Mittlerweile ein Fixpunkt im Rahmen der Viennafair ist die Programmschiene “curated by“. Hierbei wurden einmal mehr 20 international renommierte Kuratoren aus 15 verschiedenen Ländern mit 20 Wiener Galerien zusammengespannt, um ganz neue Zugänge und Arbeitsweisen des zeitgenössischen Kunstbetriebes aufzuzeigen.

Diesmal soll so, ausgehend von der Fragestellung “Why Painting Now?“, eine intensive Auseinandersetzung mit dem Medium der Malerei stattfinden.

„Die Themenfindung ist bei 20 teilnehmenden Galerien natürlich kein einfacher Prozess“, erklärt Kuratorin Eva Maria Stadler, die das umfangreiche Projekt koordiniert hat. „Interessiert hat uns, warum die Malerei auch heute noch so ein stark benutztes Medium ist, was sie kann und was sie ausmacht. Mit dem diesjährigen Fokus setzt ,curated by_vienna‘ erneut eine Diskussion in Gang, die aktuell auch die Kunstszenen anderer Metropolen bewegt“, ist Stadler überzeugt.

Vielfach wurde schon das Ende der Malerei ausgerufen und argumentiert, dass die Fotografie, der Film oder die Performance diesen Vorgang beschleunigen würden. Ausstellungsmacher wie Jan Verwoert, John Peter Nilsson, Ei Arakawa, Tyler Coburn, Nav Haq oder Yva-Alain Bois treten nun den Gegenbeweis an und zeigen, was sie den neuen Informationstechnologien entgegenzusetzen haben.

Wie eine bemalte Leinwand zu einem Kleidungsstück avancieren kann, sieht man etwa in der von Gürsoy Dogtas kuratierten Schau in der Charim Galerie. In der Galerie Hilger Next widmet man sich wiederum der Rekonstruktion von Mosaiken und in der Galerie Krobath ist der Linzer Künstler Gerwald Rockenschaub am Werk.

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