Clemens J. Setz erhält den Großen Österreichischen Staatspreis 2026
Clemens J. Setz
Der Schriftsteller Clemens J. Setz erhält den Österreichischen Staatspreis 2026. Vizekanzler und Kulturminister Andreas Babler über den Preisträger: "Clemens J. Setz zählt zu den bedeutendsten Stimmen der österreichischen Gegenwartsliteratur. Er beschreitet in jedem seiner Werke neue, unerwartete Wege. Schon in seinen frühen Werken zeigte sich Setz’ Gabe für prägnante Alltagsbeobachtungen und Sprachgewandtheit. Sein Werk ist durchzogen von einer tiefen Empathie für das Andere, deren Wahrnehmung sich nicht mit dem vermeintlich Normalen deckt. Mit dem Großen Österreichischen Staatspreis ehren wir einen Schriftsteller, dessen sprachliche Virtuosität die Literatur weit über Österreich hinaus bereichert und die Leserinnen und Leser immer wieder dazu verlockt, ihre eigene Umwelt mit neuen, kritisch hinterfragenden Augen zu betrachten.“
Menschliche Grenzbereiche
Der Kunstsenat, auf dessen Empfehlung der Preis vergeben wird, begründete seine Wahl so: „Nicht nur in der jüngeren Generation ist Clemens J. Setz zurzeit einer der bedeutendsten Schriftsteller deutscher Sprache, der trotz seines vergleichsweisen jungen Alters schon ein umfangreiches literarisches Werk vorzuweisen hat. Clemens J. Setz beschäftigt sich in seinen Romanen mit menschlichen Grenzbereichen und gesellschaftlichen Außenseitern.
Mit seinen außergewöhnlichen literarischen Formen, dann und wann an James Joyce erinnernden poetischen und sprachschöpferischen Imaginationen, erweitert Clemens J. Setz seit anderthalb Jahrzehnten als Dichter der literarischen Avantgarde – wie kaum ein anderer den deutschen Sprachraum.“
In Graz geboren
Clemens J. Setz wurde 1982 in Graz geboren. Bereits 2010 erhielt der damals noch nicht einmal Dreißigjährige für seinen Roman „Die Frequenzen“ den Bremer Literaturpreis. Ein Jahr danach für „Die Liebe zur Zeit des Mahlstädter Kindes“ den Hauptpreis der Leipziger Buchmesse, später den Kleist-Preis. 2021 wurde ihm der Georg-Büchner-Preis zugesprochen, die höchste literarische Auszeichnung, die im deutschen Sprachraum vergeben wird. Für seinen Roman „Monde vor der Landung“ erhielt er 2023 den österreichischen Buchpreis. Clemens J. Setz lebt und arbeitet in Wien.
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