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Cannes: Goldene Palme für „Parasite“-Regisseur

Der Preis für die Beste Schauspielerin geht derweil an „Little Joe“-Hauptdarstellerin Emily Beecham.
Bong Joon-ho hält die Goldene Palme in der Hand und ballt die Faust.

Der Film „Parasite“ („Gisaengchung“) des südkoreanischen Regisseurs Bong Joon-ho wurde am Samstagabend als bester Film mit der Goldenen Palme der 72. Filmfestspiele Cannes ausgezeichnet. Großer Erfolg auch für den Film „Little Joe“ der Österreicherin Jessica Hausner: Der Preis für die Beste Schauspielerin ging an die Hauptdarstellerin des Films, die in Manchester geborene Emily Beecham (35).

Die britisch-US-amerikanische Schauspielerin spielt darin eine alleinerziehende Gentechnikerin, die eine betörend schöne, aber offenbar auch gefährliche Pflanze entwickelt hat. Antonio Banderas wurde für seine ergreifende Darstellung eines alternden Regisseurs in „Dolor y Gloria“ von Pedro Almodovar als Bester Darsteller geehrt. Der Große Preis der Jury, der zweitwichtigste Preis des Festivals, ging an die 36-jährige Französin Mati Diop für ihren Film „Atlantique“.

Regiepreis für die feurige Dame

Den Regie-Preis konnte das belgische Brüderpaar Jean-Pierre und Luc Dardenne für „Le jeune Ahmed“ entgegennehmen. Der Drehbuchpreis ging an die 40-jährige Französin Celine Sciamma für „Portrait on a Lady on Fire“. Der Preis der Jury ging ex aequo an „ Les Misérables“ des Franzosen Ladj Ly und „Bacurau“ der Brasilianer Kleber Mendonca Filho und Juliano Dornelles.

Die wichtigsten Auszeichnungen im Überblick:

  • Goldene Palme: „ Parasite“ („Gisaengchung“) von Bong Joon-Ho
     
  • Großer Preis der Jury: „Atlantique“ von Mati Diop
     
  • Preis der Jury: „Les Misérables“ von Ladj Ly / „Bacurau“ von Kleber Mendonca Filho und Juliano Dornelles (ex aequo)
     
  • Beste Schauspielerin: Emily Beecham in „Little Joe“ von Jessica Hausner
     
  • Bester Schauspieler: Antonio Banderas für „Dolor y Gloria“ von Pedro Almodovar
     
  • Beste Regie: Jean-Pierre und Luc Dardenne für „Le jeune Ahmed“
     
  • Bestes Drehbuch: Celine Sciamma für „Portrait on a Lady on Fire“
     
  • Besondere Erwähnung: „It must be heaven“ von Elia Suleiman
     
  • Camera d'Or für den besten Debütfilm: „Nuestras Madres“ von Cesar Diaz
     
  • Goldene Palme für den besten Kurzfilm: „The Distance between us and the Sky“ von Vasilis Kekatos
     
  • Besondere Erwähnung der Jury für den Kurzfilm: „Monstruo Dios“ von Agustina de San Martin
     

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