© Petra Halwachs

Literatur
08/03/2019

Buchkritik: Ceren Uçar und "Gier nach Erfolg"

Wie zeugt man ein Genie? Die junge Wienerin unterhält mit dieser Frage.

von Peter Pisa

Ceren Uçar - Foto oben - fiel auf, als sie noch zur Schule ging und ihren ersten Roman an  den KURIER schickte. Die Abenteuer einer jungen Köchin verblüfften , weil Erdäpfelchips mit Erdbeereis und Marmelade zubereitet wurden, aber auch wegen der Dialoge. Die waren gut. So sicher im Ton. Jetzt ist die Wienerin 24, studiert an der University of Essex  Internationale Beziehungen, und es gibt „Gier nach Erfolg“ von ihr.

Viel Sex

Ceren Uçar haut nicht auf den Putz. Sie will unterhalten, ernsthaft, und das tut sie mit der Frage: Wie zeuge ich ein Genie? Offensichtlich ist das Nicholas’  Eltern gelungen. Er ist so klug und ... unsympathisch. Unsicher ist er nur, wenn es darum geht, Näheres über seine Eltern zu erfahren. Die sind  nämlich weg.
Der Roman gefällt nicht nur wegen der Mitteilung, dass es  fürs Gehirn des Babys vorteilhaft ist, wenn Vater und Mutter viel Sex haben. Es muss allerdings sehr guter Sex sein.


Ceren Uçar:
Gier
nach Erfolg“
Dachbuch Verlag.
290 Seiten.
14,90 Euro.

KURIER-Wertung: *** und ein halber Stern

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