Neuer Fitzek-Horror: Träume sind blutige Schäume
Und, heute schon wieder aufgewacht und sich nicht mehr erinnert, was man geträumt hat? Oder, dass man geträumt hat? Im Roman „REM“ stellt sich heraus: Das hat einen guten Grund – zumindest, dass Albträume verborgen bleiben. Denn in diesem Horrorthriller werden sie lebendig. Grund ist eine Erfindung, die der Vater von Hauptfigur Alysee zu verantworten hat. Das hat ihn auch das Leben gekostet.
Blutnebel
Alysee war dabei, als ein „Blutnebel“ ihn dahingerafft hat. Da war sie vier Jahre alt. Jetzt, mit 25, schläft sie nur mehr alle paar Tage, traumlos mithilfe von Schlaftabletten. Das Unbewusste lässt sich aber nicht ausschalten. Bei ihr schlägt sich die Erinnerung Bahn in einem von ihr designten Videospiel. Aber sie muss sich bald auch in der Realität damit herumschlagen.
Komplett kaputt
Die in Horrorfilmen tätige Schauspielerin Annika Strauss, die sich mit dem Thriller „Nachtfahrt“ (2024) einen Namen gemacht hat, hat Sebastian Fitzek geholfen, eine seiner Ideen umzusetzen. „REM“ hat einiges nicht, was ein Fitzek sonst hat: die Sprache ist nicht so plump, die Geschichte nicht auf Kosten der Stringenz auf Spannung gedrechselt. Spannend ist „REM“ trotzdem. Freunde von komplett kaputten Figuren und abartigen Ablebensmethoden können sich freuen, hier wird im wahrsten Sinne in die Vollen gegriffen.
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