Nobelpreisträger Dylan dürfte seine Erinnerung an "Moby Dick" mit Schummelzetteln aufgefrischt haben

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Nobelpreis
10/14/2016

Bob Dylan schlief, als der Anruf kam

Die Wahl wird weltweit diskutiert – der Meister selbst hat sich dazu (noch) nicht geäußert.

von Anna Gasteiger

Oder doch? Bei seinem gestrigen Konzert in Las Vegas erwähnte Bob Dylan den Nobelpreis nicht, sang aber den Sinatra-Klassiker "Why Try To Change Me Now" (etwa: warum versuchen, mich jetzt zu ändern). Kommentatoren spekulieren, er habe sich damit gewohnt hintergründig zu den aktuellen Entwicklungen geäußert.

Der schwedischen Akademie war es jedenfalls den ganzen Tag nicht gelungen, Dylan persönlich über die Auszeichnung zu informieren. Immerhin, berichtet die Tageszeitung Dagens Nyheter, seines Agenten Jeff Rosen wurde man schließlich habhaft: Dylan habe geschlafen, als die Nobel-Akademie ihn zu erreichen versuchte, wusste der zu berichten. Ob er sich persönlich zu dem Preis äußern werde, könne er nicht sagen. Die nächste öffentliche Gelegenheit, das zu tun, ist sein Auftritt beim Desert Trip Festival in Kalifornien.

Ein kleines Geheimnis konnte Dagens Nyheter immerhin lüften: Um zu verhindern, dass der Name nach außen dringt, wurde Dylan bei den Sitzungen mit dem geheimen Codenamen "Barbro" – etwa "Bärbel" – bezeichnet.

Ungeklärt ist auch die Frage, ob sich Dylan den Preis persönlich in Stockholm abholen wird. Hoffnung macht die Tatsache, dass er 2013 den "L’ordre national de la Légion d’Honneur" in Paris entgegen nahm und sogar eine kurze Dankesrede hielt.

Der mit dem Dynamit

1997 gab Dylan der schwedischen Zeitung Aftonbladet ein Interview, in dem er sich auch zum Thema Nobelpreis äußerte. Er fände es schade, dass er den Preis nicht bekommen habe, sagte er damals.

Und weiter: "Ehrlich gesagt, weiß ich nicht so genau, was das ist. Ich weiß, dass es eine Ehre ist, ihn zu bekommen. Nobel? War das nicht der Typ, der das Dynamit erfunden hat?"

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