Kultur
09.01.2019

Bestätigt: Neuauflage von Woodstock-Festival zum 50er

Das Festival im Bundesstaat New York soll im August die alte und junge Musik-Generation zusammenbringen

2019 jährt sich das Woodstock-Festival zum 50. Mal. Nun hat Michael Lang, einer der Organisatoren des legendären Musikfests, das 1969 in Bethel, New York, stattfand, gegenüber dem Magazin Rolling Stone bestätigt, dass es eine offizielle Neuauflage unter seiner Kontrolle geben wird. "Woodstock 50" wird von 16. -18. August am Gelände Watkins Glen im Bundesstaat New York stattfinden. Das Gelände, das auch als Rennstrecke genutzt wird, war bereits Austragungsort von Großkonzerten. Am Originalschauplatz in Bethel steht heute ein Musikpavillon für 15.000 Besucher. Dort wird zwar ebenfalls eine Jubiläums-Veranstaltung stattfinden, aber das ist kein Woodstock", so Lang.

Wer genau beim Neo-Festival auftreten wird, wollen die Organisatoren erst im Februar bekannt geben, wenn der Ticket-Vorverkauf beginnt. Laut Lang sollen Bands aus dem Original-Woodstock-Lineup ebenso auftreten wie Newcomer von heute. Auch an Tribute-Konzerte junger Künstlerinnen an die Stars von damals sei gedacht. "Ich möchte, dass es ein generationenübergreifendes Event wird", so Lang gegenüber Rolling Stone. Auf die Frage, ob es ihm gelungen sei, die Band Crosby, Stills, Nash and Young zu einer Reunion zu bewegen, sagte er sinngemäß: "Es ist kompliziert".

 

David Crosby, Graham Nash

Bisher gab es zwei Neuauflagen des Festivals - 1994 traten in Saugerties, New York, ebenfalls Acts von "früher" - etwa Joe Cocker, Santano oder Gil Scott-Heron - neben damals angesagten Acts wie Sheryl Crow oder den Red Hot Chili Peppers auf. 1999 geriet das Fest zum 30-jährigen Jubiläum zum Chaos: Schlagzeilen machte das Fest vor allem wegen Ausschreitungen, Bränden und sexuellen Übergriffen am Festivalgelände und nicht wegen der Musik, die mit Bands wie Limp Bizkit, the Offspring, rage Against The Machine, Megadeth und Metallica mehr Härte als Hippie-Atmosphäre heraufbeschwor.

"Woodstock 50" soll nach dem Willen seines Organisators Lang nun wieder näher an den Urgedanken von Woodstock heranrücken: "Es geht um Spaß und Aufregung, aber es geht auch darum, in den jungen Leuten eine Energie anzufachen, damit ihre Stimme gehört wird."