Best Of: LATIN POP

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Foto: Vivi Bacco  

Sommer, Sonne, Salsa und ganz viel Rhythmus – Latin Pop passt nicht nur zur Jahreszeit, sondern liefert uns auch regelmäßig echte Mega-Hits. "Besame Mucho" anybody? "Livin La Vida Loca"? Genau. Derzeit dominiert Luis Fonsi mit „Despacito" praktisch alle Charts, die es gibt. Gute Gelegenheit für einen genaueren Blick auf die schillernde Welt der Herzensbrecher und Bad Boys, exotischen Groove-Queens und vielversprechenden Prinzessinnen.

SUPERSTARS

Shakira 2014 Sony Music… Foto: Sony Music Königin Shakira sitzt seit Jahren auf dem Thron und ein Ende ihrer Herrschaft ist nicht absehbar. Dafür sieht sie viel zu gut aus – und liefert außerdem regelmäßig solide Hit-Kost ab. Auch heuer wieder mit dem sommerlichen „Me Enamoré“ und „Deja Vu“. Aber aufgepasst: Ihre brasilianische Kronprinzessin Anitta hat gerade mit „Sua Cara“ einen veritablen Super-Hit. Hier entsteht wohl echte Konkurrenz. Und bei den Jungs? Hier regiert eindeutig König Luis Fonsi! Da können Enrique Iglesias & Co einpacken. Gegen ihn und sein „Despacito“ haben sie derzeit keine Chance. Fonsis Geheimnis? Der bisher eher wenig aufregende Faserschmeichler hat sich mit „Bad Boy“ Daddy Yankee verstärkt – und der gab dem Song die nötigen sexy Vibes ...

PRINZESSINNEN

Camila Cabello Foto: John Salangsang/Invision/AP Jung, sexy, temperamentvoll. Klischee? Ja, aber in keiner anderen Musikrichtung werden Klischees derart konsequent bedient. Die Jungs sind hart – mit weichem Kern natürlich – und die Mädels, na ja, siehe oben. Die 24-jährige Anitta ist inzwischen selbst schon ein Superstar, ihr folgen Damen wie die 19-jährige Sammi Sanchez und die ebenfalls mexikanisch-amerikanische Becky G, die mit 20 nicht nur auf Hits („Sola“, „Todo Cambio“), sondern eine Hauptrolle im jüngsten „Power Rangers“-Film zurückblicken kann. Derzeit am heißesten: Camila Cabello (Bild oben). Die kubanischstämmige 20-Jährige legte mit ihrem Latin-Debüt „Hey Ma“ gemeinsam mit Pitbull und J Balvin einen Mega-Hit hin. Vielleicht ja auch, weil sie mit den bösen Buben spielt ...

BAD BOYS & GIRLS

karol conka vivibacco02… Foto: Vivi Bacco Wie praktisch überall strahlen böse Jungs und Mädchen eine beinahe magische Anziehungskraft aus. Reggaeton heißt ihr Fachgebiet, eine treibende Version des relaxten karibischen Reggae. Dazu kommen Dancehall-, Elektro- und Hip-Hop-Einflüsse. Daddy Yankee („Gasolina“) kommt aus dem Eck, hat sich aber wie sein US-Vorbild Jay-Z zum smarten Businessman gemausert. Pitbull zählt zu den erfolgreichsten, die Kolumbianer J Balvin und Maluma zu den angesagtesten. Bei den Frauen überstrahlt Karol Conka aus Brasilien die Konkurrenz. Sie ist provokant, exzentrisch – und gut: Das Bad Girl Karol Conka punktet mit Hits wie „Tombei“ und „La La“.

INDIE

XL RECORDINGS… Foto: XL RECORDINGS Auch im „Latin“-Genre wird nicht nur Musik für die Hitparaden gemacht. Die Zwillingsschwestern Lisa-Kaindé und Naomi Diaz sorgen seit einiger Zeit als IBEYI für Furore. Die beiden kommen aus Kuba, sind Töchter des Buena-Vista-Social-Club-Perkussionisten Anga Diaz und verzaubern mit ihrem Mix aus afrikanischer Yoruba-Tradition und Latin Jazz. Und Helado Negro, ein Musiker aus Ecuador, bastelt aus Elektronik, ungewöhnlichen Instrumenten und seiner Stimme hypnotische Songs, wie etwa „It’s My Brown Skin“.

Künstlern wie ihnen liegt nichts daran, Erwartungshaltungen zu bedienen. Gerade das macht sie so spannend.

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(KURIER freizeit am Samstag) Erstellt am
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