Kultur
08.07.2017

Best of: African Summer

Kommenden Mittwoch beginnt im Waldviertel das stimmungsvollste Afrika-Musikfest des Landes: das KASUMAMA Festival in Moorbad Harbach. Aber auch die "glatt & verkehrt" Konzert-Reihe in Krems und natürlich die Afrika Tage auf der Donauinsel in Wien sorgen für einen heißen, afrikanischen Sommer. Hier die Highlights im Überblick.

KASUMAMA FESTIVAL

Von 12. bis 16. Juli steigt im Waldviertel eines der authentischsten und sympathischsten Sommerfestivals des Landes. Afrika-Feeling pur mit etlichen Workshops, Lesungen, Tanz und Kinderaktivitäten. Und einem idyllischen Badeteich. Alle Infos unter www.kasumama.at

GARIFUNA COLLECTIVE: Die Kultur der karibischen Garifuna, Nachfahren von Westafrikanern, Arawaks, Kariben und Europäern, wurde 2001 von der UNESCO zum Welkulturerbe erklärt. Weltstar Andy Palacio war ein Garifuna, der auch bis zu seinem Tod immer wieder mit dem "Collective" zusammenarbeitete. Wesentlicher Bestandteil ihrer Musik sind die Umalali-Sängerinnen, die ihren Call-and-Response-Gesang beisteuern. Gemeinsam mit den Perkussionisten und Instrumentalisten der Band sind sie eine musikalische Macht, der man nicht widerstehen kann. Am 15. Juli um 22 Uhr gibt's in Moorbad Harbach im Waldviertel die einzigartige Chance, das Garifuna Collective in Österreich zu sehen. www.kasumama.at

TAKEIFA:

Die Geschwister Keita aus dem Senegal machen gemeinsam genau DIE Musik, zu der sie selbst gerne abtanzen. Ein extracooler Mix aus internationalem Pop, Soul und westafrikanischer Tradition. Keine touristische Folklore-Show, sondern Beats für die Jugend Westafrikas, mit denen sie in kürzester Zeitzur erfolgreichsten Band Senegalsaufgestiegen sind. Lässig.14. Juli, 20.30,www.kasumama.at

KABAKA PYRAMID: Keron Salmon ist einer der wichtigsten Vertreter zeitgenössischen Reggaes in Jamaika. Sein Auftritt in Österreich ist eine echte Sensation. Sollte man nicht verpassen. 13. Juli, 22 Uhr, www.kasumama.at

BKO QUINTET: Beats aus Bamako, der pulsierenden Hauptstadt Malis, zum ersten Mal in Österreich. Mit Ngoni, Djembe, Dunun, Gesang und Schlagzeug weben die fünf Herren einen polyrhythmischen, psychedelischen und tanzbaren Soundteppich, der garantiert abhebt. 12. Juli, 20.30 Uhr, www.kasumama.at

Außerdem mit dabei: Kyekyeku (Ghana), Jorbateh Kunda (Gambia/Deutschland), Petaw Band (Senegal/Kolumbien/Kroatien), Tum Tum Rhythms (Burkina Faso/Mali) & The Borderland Dixie Band (Waldviertel).

GLATT & VERKEHRT

Krems, Sandgrube 13 / Minoritenkirche - traditionell eine der spannendsten Adressen im österreichischen Musiksommer. Mit einem praktisch weltumspannenden Ansatz. Hier eine Auswahl der besten afrikanischen Acts - das komplette Programm gibt's unter www.glattundverkehrt.at

SALIF KEITA: Der Mann aus dem alten malischen Königshaus zählt zu den ersten ganz großen Popstars Afrikas. 30. Juli, 17 Uhr, Sandgrube 13.

FENDIKAH: Ungewöhnlich - und unbändig lebensfroh. Äthiopische Tanzmusik mit Gesang, einsaitiger Geige, Trommeln und der "Bluesharfe" Krar. Shake it! 27. Juli, 18 Uhr, Sandgrube 13.

EMEL MATHLOUTHI: Eine der aufregendsten Musikerinnen des Kontinents. "Kelmti Horra", der erste Hit der Tunesierin, wurde zur Hymne des Arabischen Frühlings. Seither versucht sie konsequent Moderne und Tradition zu verbinden, setzt sich über althergebrachte Zwänge hinweg und mixt mächtige Beats mit zarten Arabesken. Großartig. 28. September, 19 Uhr, Minoritenkirche.

AFRIKA TAGE WIEN

Das größte Afrika-Fest der Hauptstadt ist aus organisatorischen Gründen (Volleyball-WM auf der Donauinsel) ganz ans Ende des Sommers gerutscht. Dafür bietet es heuer ein ganz besonderes Highlight:

SONA JOBARTEH: Die Musikerin aus Gambia ist nicht nur eine Nichte von Toumani Diabate, sondern selbst eine gefeierte Virtuosin auf der Kora, der Königin westafrikanischer Musikinstrumente. Die eigentlich nach jahrhundertealter Tradition ausschließlich Männern vorbehalten ist. Sona setzte sich durch, spielt außerdem noch Cello, Klavier und Gitarre und fasziniert mit einem federlechten, dafür umsozwingenderen Mix aus afrikanischen Grooves und Songwriter-Pop. Großartiger Stoff. Das Vorprogramm hat es ebenfalls in sich. IYASA aus Simbabwe werden mit "African Thunder" ihr High-Energy-Programm performen. Vier Männer und vier Frauen, Stimmen und Perkussion - mehr brauchen sie nicht, um jedes Publikum mitzureißen. 26. August, 18 Uhr.

Das komplette Programm gibt's unter www.afrika-tage.de