Auf einen guten Rutsch ins neue Jahr

Fledermaus…
Foto: Wiener Staatsoper/Michael Pöhn Fledermaus

Es gibt nach wie vor noch Karten für Theater, Musical, Konzert und Kleinkunst.

Silvester last minute: Sogar Tickets für das Neujahrskonzert gab es Montag noch auf eBay – sieben Stunden vor Ablauf der Auktion waren knapp 4000 Euro für zwei Karten in der ersten Kategorie geboten.

Das Silvester-Programm im Überblick.

"Die Fledermaus"  für die szenische Neueinstudierung von Heinz Zednik in der Volksoper gibt es noch Tickets. Am 31. Dezember, um 13.30 & um 19 Uhr, Karten unter: 01/ 513 1 513 oder www.volksoper.at Im Wiener Konzerthaus ist am 31. Dezember Saal zunächst Beethovens Symphonie Nr. 9, ab 19.00 Uhr unter Louis Langrée zu hören. Um 22.30 Uhr folgt das Crossoverensemble The Philharmonics, das mit Tenor Michael Schade und Katharina Straßer als Moderatorin prominente Gäste geladen hat. Über den Tag verteilt unterhalten Kabarettisten wie Bernhard Ludwig, Gernot Kulis, Andreas Vitasek sowie der Schauspieler Heinz Marecek die Besucher. Pünktlich um Mitternacht werden dann Pummerin und Donauwalzer ins Haus übertragen - Karten sind noch vereinzelt erhältlich.

  Wer den Silvesterabend lieber bei André Hellers "Afrika! Afrika!" verbringen will, hat die Chance in der Wiener Stadthalle, Karten sind für beide Vorstellungen noch buchbar.

  In den Kammerspielen der Josefstadt wird der Checkbetrüger Frank Abagnale in Terrence McNallys "Catch Me If You Can" über die Bretter gejagt (Einzelkarten an der Theaterkassa).
  Im Musikverein geben die Philharmoniker unter Daniel Barenboim mit identischem Programm schon einen Ausblick auf das tags darauf folgende Neujahrskonzert, während auch das Wiener Ring-Ensemble ab 15 Uhr im Brahms-Saal Walzerweisen erklingen lässt. Beide Veranstaltungen sind jedoch bereits ausverkauft.

  Semimusikalisch geht es dafür im Theater an der Wien mit Robert Wienes Stummfilmklassiker "Der Rosenkavalier" von 1926 inklusive Livebegleitung durch das RSO unter Cornelius Meister zu. Im Volkstheater steht heuer nicht Maria Bill, sondern die von Franz Wittenbrink musikalisch eingerichtete Revue "Die Comedian Harmonists" auf dem Programm, es gibt noch Restkarten. Andere Töne werden im Theater Akzent angeschlagen, wo Musicalsängerin Maya Hakvoort ihre erste Silvester-Show bestreitet, flankiert von Christoph Wagner-Trenkwitz im Vorfeld und Joesi Prokopetz im Anschluss. Für alle drei Programmpunkte gibt es noch Karten. Wer es hingegen lieber "subversiv-provokativ" mag, ist im Brut Wien besser aufgehoben, wo mit Martin Schicks und Damir Todorovics "Holiday on stage" eine "Farce über die westliche Gesellschaft und ihre Kunstszene" auf dem Programm steht, bevor das DJ-Trio Malefiz das Party-Ruder übernimmt.

  "Noch einmal Konjunktur haben" soll Verdi im Theater Drachengasse, wo es in einer Doppelvorstellung "Wie Verd i unsterblich?" heißt. Auch hier sind noch Karten zu haben Kabarettistisch geht es auch im Rabenhof-Theater zu, wo die Science Busters gleich drei mal hintereinander zum silvesterlichen Erklären wissenschaftlicher Phänomene laden, wobei nur mehr für die erste Show um 15 Uhr Karten zu haben sind. "Lasst euch gehen" heißt die neue Revue von Michael Niavarani und Albert Schmidleitner im Simpl, die zu Silvester gleich zwei Mal auf dem Programm steht. Im Vindobona kredenzen Susanna Hirschler, Roman Frankl und Pola Claricini zu einem Menü "Dinner for One - Essen für Drei", begleitet vom Jazz-Orchester Wallenstein. Musicalfans können noch Restkarten der Vorstellung von "Elisabeth" im Raimund Theater ergattern.
  In der Josefstadt ist eine Doppelvorstellung von Eduardo De Filippos "Hochzeit auf Italienisch" mit Josefstadt-Direktor Herbert Föttinger und Sandra Cervik als Paar (Restkarten vorhanden).

Und wer zum Jahresausklang die „Fledermaus“ in der Volksoper live erleben will, ist auch noch nicht zu spät dran: Karten gibt es noch für 13.30 und 19 Uhr (mit Robert Meyer als Frosch).

Surprise

Die Strauß-Operette in der Staatsoper wird wieder via Videowall auf den Vorplatz übertragen. Allerdings fällt Angelika Kirchschlager als Prinz Orlofsky aus und wird von Zoryana Kushpler ersetzt. Dafür präsentiert Peter Seiffert als „Überraschungsgast“ beim Fest des Prinzen eine musikalische Surprise.

Karten sind noch zu haben für „Spatz und Engel“ im Burgtheater und für Richard-Strauss-Aficionados: „Rosenkavalier“ als Stummfilm aus dem Jahr 1926 mit Live-Musik, gespielt vom RSO Wien unter Cornelius Meister im Theater an der Wien.

Das Stück „Konstellationen“ des jungen Briten Nick Payne erzählt eine Love Story zwischen einer Quantenphysikerin und einem Imker und untersucht zugleich den physikalischen Zeitbegriff im Schauspielhaus.

Stermann & Grissemann lesen Loriot im Akademietheater (ausverkauft am Nachmittag, nicht aber um 22.30 Uhr). Nur noch Restkarten gibt es für Michael Heltaus „Das war's, Herr Direktor!“ im Akademietheater, „Hochzeit auf Italienisch“ in der Josefstadt, „Catch Me If You Can“ in den Kammerspielen und die Comedian Harmonists im Volkstheater.

Eine Alternative, um das alte Jahr zu verabschieden: Im Konzerthaus steht Louis Langrée am Pult der Wiener Symphoniker, die traditionell Beethovens 9. Symphonie spielen (19 Uhr; außerdem am 1.1. um 20 Uhr).

Während viele Unterhalter wie Christoph Fälbl, Mike Supancic und I Stangl bereits ausgebucht sind, gibt es im Theater Akzent noch Karten: Christoph Wagner-Trenkwitz mit „Der Silvester-Schwan“ (16 Uhr), Maya Hakvoorts „Silvester-Special“ (19.30 Uhr) und Joesi Prokopetz mit „Die Schöpfung. Eine Beschwerde“ (22.45 Uhr).

Stubenhocker

Auf Schmunzeln und Lachen für Couchpotatoes allein zu Hause angelegt ist „Gags, Gags, Gags – Das war Willkommen Österreich“ mit einem Jahresrückblick auf 2013 (22 Uhr, ORF 1).

„Nur mehr Stehplätze“ meldet das Porgy & Bess in der Riemergasse für ein „Silvester Special“ mit dem Karl Ratzer Septet (ab 22 Uhr).

Die Vereinigten Bühnen Wien haben den Dauerbrenner „Elisabeth“ im Raimund Theater auf dem Programm und gerade erst „Natürlich blond“ mangels Publikumsnachfrage vorzeitig verabschiedet. So bleibt das Ronacher zu Silvester geschlossen. Mit dem Hinweis auf „Der Besuch der alten Dame – Das Musical“ ab 20. Februar.

(kurier) Erstellt am
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