Während des Interviews fragt einer von 10.000 Freunden Facebook-Newcomer Alfons Haider: „Wissen Sie, wo’s High Heels Größe 43 gibt?“

© KURIER/Gilbert Novy

Alfons Haider
09/09/2014

"Ein Vierteljahrhundert Anlauf" für Song Contest

Barylli-Premiere, ORF-Starnacht, 19. Kabarett & Obsternte auf eigener Terrasse.

von Dieter Chmelar

Das kann ja Haider werden – innerhalb der nächsten drei Wochen tanzt der Schauspieler, Moderator und Entertainer Alfons Haider (56) gleich auf drei Hochzeiten: Ab Dienstag in Gabriel Baryllis übersetztem und selbst inszeniertem Erfolgsstück "Butterbrot" (als "Chickenshit" in Vienna’s English Theatre), am 20. 9. als Präsentator der "Starnacht aus der Wachau" (ORF 2, 20.15) und ab 3. 10. mit dem 19. Kabarett-Solo, "APPsolute Haider" (im Theater Akzent). Gute Gelegenheit, einmal nachzufragen – daheim beim rastlosen Liliom mit zwei neuen Leidenschaften: Facebook & Obstanbau. Seit August hat Haider seinen ersten "Account" mit mittlerweile 10.000 Freunden, seit dem Frühjahr spricht & singt er auf seiner eigenen Wiener Dachterrasse erfolgreich mit Paradeisern, Zwetschken, Kirschen und Marillen, die er gar zu Marmelade einkocht. Ein Interview als Jam-Session.

KURIER: Rund 2000 Sendungen – seit "Tier mal vier", 1989 – hast du auf deinem ORF-Tacho. Wird man dich auch als Song-Contest-Moderator 2015 anfragen – und wenn ja, warum?

Alfons Haider: Na, weil ich dafür ein Vierteljahrhundert Anlauf als Moderator absolviert habe – mit 19 Opernbällen, "Licht ins Dunkel" und etlichen Life-Bällen. Alles live ...

Der diesjährige Life Ball war aber kein Ruhmesblatt des ORF.

Für keinen von uns. Die einen haben gesehen, dass Moderator ein Beruf ist und keine Rolle, die man schnell einmal spielt. Und ich als Veteran hab gelernt, dass chemische Substanzen alles kaputt machen können – und zwar die, die Interviewpartner zu sich nehmen. Zugedröhnte Weltstarlets – wie Courtney Love – lassen dich verhungern.

Die "Starnächte" (von Wörthersee bis Wachau) sollen dir künftig abhanden kommen, weil dich die deutschen Partner des ORF angeblich nicht mögen.

Dafür habe ich keine Hinweise. In der Wachau ist heuer erstmals der BR (Bayerischer Rundfunk) dabei – das spricht eher gegen derlei Gerüchte. Aber ich bin in einem Alter, in dem man solche Dinge mit einem Lächeln akzeptiert.

Wer von den Jungen gefällt dir?

Knoll, Weichselbraun.

Sollen die zwei auch den Song Contest 2015 moderieren?

Sag mir einen Moderator, der zu diesem Angebot Nein sagen würde! Nur der Sepp Forcher, den ich sehr verehre. Ich würde es als finalen Höhepunkt meiner Karriere sehen. Aber es ist ein reiner Ansager-Job. Man braucht vor 250 Millionen die selbe Gelassenheit wie vor 15 Zuschauern.

Finaler Höhepunkt? Jetzt, wo du sogar im Internet bist und ein Kabarett-Solo darüber machst, bist du doch so jung wie nie!

Ja! (lacht) Grad fragt mich ein Herr auf Facebook, wo’s High Heels in Größe 43 gibt.

Und wie sieht’s privat aus?

Ein Trauerspiel! Seit meiner letzten Trennung (im Jänner vom Hamburger Designer Thomas, 30) null und nix. Aber, ganz ehrlich gestanden: Ich würd’ auch nicht so gern mit mir zusammenleben.

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