Alf Poier serviert Klamaukseifen­bla­sen

Alf Poier
Foto: Mani Hausler

Kritik: Premiere des neuen Programmes "Backstage" im Orpheum. Alf Poier verquirlte wieder Extremklamauk und das Daherreden zur ureigenen Quatschcomedy.

Das Showbusiness, von der Kehrseite betrachtet, ist eine Menschenvernichtungsmaschine. Soviel, so wenig neu. Alf Poier behauptet das im neuen Solo "Backstage" im Orpheum und ist am rührendsten, wenn er selber schon über die eigenen Witze lachen muss, noch ehe sie erzählt sind. Sein Schmäh war – in "Kill Eulenspiegel" oder "Mitsubischi" – und ist infantil. Der Kasperl der Szene verquirlt Extremklamauk und das Daherreden zur ureigenen Quatschcomedy.

"Wenn du dafür Eintritt zahlst, bist selber schuld", sagt Poier. Die Suada dreht sich um Dorfer im Puff, ums Nichtstun, um Mäuse in der Künstlergarderobe und ist gespickt mit Macho-Sprüchen und Liedern wie "Oid und fett" und "In di Berg bin i gern". Sie sind übrigens das Beste an der neuen Show. Auf ein paar Auszucker folgt der hochdramatisch inszenierte endgültige Abgang, garniert mit vielen Seifenblasen.

KURIER-Wertung: *** von *****

(kurier) Erstellt am
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