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Kultur
09/02/2021

ABBA hallo! Neues Album am 5. November, digitale Show in London

Neues aus der Disco: Die schwedische Kultband baut eigene Arena in London.

von Georg Leyrer

Wie heißt es so schön im Song „Mamma Mia“? Ja, genau: „Here We Go Again“.

ABBA, eine der bekanntesten Bands der Popgeschichte überhaupt, geht  40 Jahre nach ihrer Trennung wieder gemeinsam mit Neuem an den Start: Am 5. November gibt es das neue Album "Voyage", das erste Studio-Album mit neuen Songs seit vier Jahrzehnten.

Und die Band wird bei Konzerten als digitale Figuren live zu erleben sein. In London wird für diese Show mit "ABBAtars" eigens eine Arena gebaut. Die Show werde 22 Songs beinhalten, eineinhalb Stunden lang sein und einige der Songs beinhalten, die die Band selbst besonders mag, sagten Björn Ulvaeus und Benny Andersson: "Es war so wunderbar, wieder gemeinsam im Studio zu stehen. Es war, also wäre gar keine Zeit vergangen."

Die beiden Sängerinnen, Agnetha Fältskog und Anni-Frid Lyngstad, waren bei der Präsentation nicht dabei - ein Echo der Zeit, also diese sich gegen die ABBA-Reunion gespreitzt hatten.

Die Show wird an sechs Abenden pro Woche von Live-Musikern gespielt und soll im Mai Premiere haben. Tickets soll es ab Dienstag geben.

Zwei neue Songs wurden ebenso präsentiert. Sie heißen „I Still Have Faith In You“ and „Don’t Shut Me Down“ und sind bereits veröffentlicht.

Der neue Song „I Still Have Faith In You“ zum Anhören

ABBA waren am Höhepunkt ihrer Bekanntheit auf eine Art groß, ja gewaltig, die es heute gar nicht mehr gibt. Sie füllten LPs, Singles und Audiokassetten mit einigen der eingängigsten Melodien, die die Popmusik je hervorgebracht hat; und ihr Discogeglitzer und Gute-Laune-Image war durchzogen von feinen Fäden der Traurigkeit.

400 Millionen Tonträger sollen Agnetha Fältskog, Björn Ulvaeus, Benny Andersson und Anni-Frid Lyngstad verkauft haben. Die Hits der Schweden – „Waterloo“, „Dancing Queen“, „Fernando“, „SOS“ – können sogar von so grottenschlechten Drehbüchern wie jenes zum Film „Mamma Mia 2“ nicht umgebracht werden. Sie stehen ganz oben am Pop-Olymp.

Nur in einem sind sie dort untypisch: Während so gut wie jede vergleichbar berühmte Band von früher die Nostalgie des Publikums tatkräftig in die eigene Pensionsvorsorge umwandelt, haben ABBA diesen lukrativen Lebensabschnitt bisher ausgelassen. Keine späte Reunion, keine Tournee mit den alten Hits.

Die Rückkehr von ABBA

Bisher. Denn am Donnerstagabend sollte sich das ändern.

Schon in der Früh ging eine neue Webseite – abbavoyage.com – online. Die Band, die den (Groß-)Eltern den Soundtrack zu den Discoabenden geboten hatte, drang auf die Jugendplattform TikTok ebenso vor wie auf Twitter.

Kaum jemand spekulierte im Vorfeld jedoch auf eine große Reunion. Zumindest nicht in echt.

Denn schon länger war bekannt, dass ABBA an einer Hologramm-Tournee arbeiten, bei der die Bandmitglieder als Lichtgestalten aus dem Computer auf Live-Tournee gehen wollten.

Ebenso war bekannt, dass ABBA an neuer Musik arbeiteten und zumindest fünf neue Songs bereits fertiggestellt hatten. Die sollten schon 2020 veröffentlicht werden, was jedoch wegen der Pandemie verschoben wurde. Inzwischen sollten weitere hinzugekommen sein.

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