© Dorotheum/Maria Lassnig Stiftung

Kultur
06/23/2021

1,3 Millionen für Lassnig - neuer Rekord für Kunst aus Österreich

Das Werk "Wilde Tiere sind gefährdet" brach nicht nur Lassnigs Auktionsrekord, sondern jenen für heimische Zeitgenossen generell

von Michael Huber

 Bei der laufenden Auktionswoche im Wiener Dorotheum ist am Mittwoch das Toplos „Wilde Tiere sind gefährdet“ der 2014 verstorbenen Malerin Maria Lassnig für 1,378.175 Euro versteigert worden. Das ist nicht nur Weltrekord für ein Lassnig-Werk, sondern auch der höchste je erzielte Preis für das Werk einer zeitgenössischen Künstlerin oder Künstlers, wie das Dorotheum mitteilte. Das zunächst auf bis zu 800.000 Euro geschätzte Lassnig-Werk von 1980 übertraf damit den Rekord, der kürzlich bei "Ressler Kunst Auktionen" mit  931.000 Euro für ein Bild von Günter Brus aufgestellt worden war.

Das Lassnig-Bild stammt aus derselben Sammlung wie das informelle Brus-Gemälde aus dem Jahr 1961 - es gehörte dem Sammler Helmut M. Zoidl, dessen Privatstiftung zuletzt etliche Werke auf den Markt brachte. Wie Der Standard recherchierte, gab es vor der Versteigerung hinter den Kulissen ein reges Tauziehen um das Gemälde, auch die Galerie Hauser & Wirth - deren Gründer Iwan Wirth als Vorstandsmitglied der Lassnig-Stiftung und direkt mit der Betreuung und Marktpräsenz von Lassnigs Nachlass involviert ist - legte demnach ein Angebot vor. Am Ende lag es aber am Dorotheum, das kapitale Werk an den Mann oder die Frau zu bringen. Fürs erste blieb diese Person anonym.

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