Kolumnen
22.11.2018

Wohlfühlen

"Pisa schaut fern": Der ORF war in der Wohnung eines Prominenten über den Dächern von Wien.

Daniel  Serafin, Haralds Sohn, zeigte uns in der Sendung „Daheim in Österreich“ seine Wohnung. Vom Balkon im 17. Stock blickt der 37-Jährige über Wien. „Wow“, sagte der Moderator. Die Wohnung liegt auf zwei Etagen, offene Räume, viel Holz und Licht, nicht überkandidelt, nur  ein Kimono mit Goldfäden an der Wand. Im oberen Stock singt Daniel Serafin. Dafür reicht ein kleines Keyboard. Er ist vor allem Kulturmanager. Und er sammelt Zündholzschachteln. Nach jedem Restaurant- oder Barbesuch kommt er mit einer Schachtel heim. Er ist bei 10.000. Das ist zeitraubend.

Sympathisch war auch, wie sehr er sich in seiner  Wohnung wohlfühlt. Man erinnert sich vielleicht an jenen prominenten Hausbesitzer, der hatte ziemlich alles, sogar einen eigenen großen Raum für sein Schlagzeug (samt dazugehörendem Bad). Aber als ihn der ORF interviewte, klang der Mann unzufrieden … wegen der freischwebenden Holztreppe. „Sie knirscht“, hat er gejammert. Es ist anzunehmen, dass er mittlerweile ausgezogen ist.