Strudelteig

Serien-Fortsetzungen sind nicht immer Grund zur Freude.
Nina Oberbucher
Eine Szene aus "How To Get To Heaven From Belfast": Zwei Frauen, eine im roten Kleid und die andere in Schuluniform, schauen besorgt.

Gut, es ist vielleicht noch ein bisserl früh im Jahr, aber es schadet ja nicht, vorauszudenken. Und schon jetzt einen Wunsch ans Christkind zu notieren: Es soll bitte keine zweite Staffel der Netflix-Serie „How To Get To Heaven From Belfast“ geben. Aber nicht, weil sie schlecht wäre. Im Gegenteil.

Doch es gibt da diese Unart: Anstatt sich an einer gelungenen Staffel zu erfreuen und es dann dabei zu belassen, werden Serien oft in die Länge gezogen, bis die Handlung dünn wie Strudelteig wird. Und das wäre sehr schade um „How To Get To Heaven From Belfast“ – eine unterhaltsame Krimikomödie mit originellen Figuren, großartigem Nullerjahre-Soundtrack, teilweise sogar in irischer Sprache und vor allem: mit einem wirklich schönen Ende. Wäre da nicht diese eine kleine Szene, die ein Fenster für eine Fortsetzung aufmacht. Liebes Christkind: Bitte nicht.

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