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Schwarzweiß-Sehnsucht

Nicht mal mehr ein Hunderter führt dazu, dass Monroe-Filme im Fernsehen gezeigt werden.
Christina Böck

Am Montag hätte Marilyn Monroe ihren 100. Geburtstag gefeiert. Allerorts stachen Dokumentationen über die Hollywood-Ikone aus dem Fernsehprogramm, was an dieser Stelle schon kommentiert wurde. Es scheint das Schicksal dieser Frau zu sein, dass man ihr nicht vergönnt, sich über ihre Arbeit zu erklären. Denn so viele Dokumentationen, in denen alle Aspekte der früh verstorbenen Schauspielerin von Experten herausgehoben, analysiert, interpretiert wurden, so wenige Filme, in denen sie mitspielt, fanden sich im TV-Programm. 

Schade, wenn jetzt nicht einmal mehr runde Geburtstage – der einzige Fixtermin neben dem Tod – ein Grund sind, alte Filme zu zeigen. Die sind nämlich ohnehin schon eine Rarität. Nicht einmal einen Streamingkanal gibt es, auf dem man sich anständig in Schwarz-Weiß beflimmern lassen kann. Wofür der ganze Fortschritt, wenn die Filmgeschichte doch vergessen wird?

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