Schnelldurchlauf

Die Beschäftigung mit dem Song Contest hinterlässt Spuren.
Nina Oberbucher
Søren Torpegaard Lund im Netzhemd hält freudestrahlend seine Trophäe nach dem dänischen ESC-Vorentscheid im Konfettiregen.

Auf ein paar Nachzügler muss man noch warten, sonst sind die Beiträge für den heurigen Song Contest mittlerweile bekannt. Und wer sich für das Wettsingen begeistern kann und/oder beruflich dazu verpflichtet ist, hat natürlich bereits alle Lieder gewissenhaft durchgehört. Was jedoch mit gewissen Nebenwirkungen verbunden ist: Denn so schnell kann man gar nicht schauen, sind die einzelnen Songs zu einem einzigen, gigantischen Ohrwurm zusammengewachsen. Nahtlos geht es vom albanischen „Nân“ über ins dänische „Før vi går hjem“, von Deutschlands „Fire“ zu Zyperns „Jalla“. Quasi ein selbst verschuldeter, tagelanger Schnelldurchlauf.

Oder eine Idee für die Show: Wenn gleich mehrere Acts gemeinsam auftreten und nur ihre Refrains singen, würde das Finale einmal weniger als vier Stunden dauern. Wer weiß, welche anderen guten Einfälle sich bis Mai noch auftun. Der Ohrwurm wird aber vermutlich bleiben.

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